Sportler laufen in Werl, Lünen und Herbern

Leichtathletik: Silvesterläufe

Für wahre Läufer ist es gute Sitte, vor dem Jahreswechsel noch einmal die Schuhe zu schnüren: Die Region bietet zahlreiche Silvesterläufe, zu denen es jährlich auch die heimischen Athleten zieht. Den Großteil zieht es zum Lauf von Werl nach Soest. Wir haben uns unter den Läufern umgehört:

WERNE

, 28.12.2016, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Silvesterlauf von Werl nach Soest ist nach eigenen Angaben der Größte seiner Art. Auch viele Werner Sportler nehmen hier wieder Teil. Das Foto zeigt den Start aus dem vergangenen Jahr.

Der Silvesterlauf von Werl nach Soest ist nach eigenen Angaben der Größte seiner Art. Auch viele Werner Sportler nehmen hier wieder Teil. Das Foto zeigt den Start aus dem vergangenen Jahr.

LippeRunners: Die LippeRunners Werne fahren gemeinsam im Bus zum Silvesterlauf nach Werl. Insgesamt sitzen dann 36 Läufer im Bus, davon gehören zwei Drittel zum jungen Werner Laufverein. „Von Werl nach Soest ist einfach der traditionelle Lauf zu Silvester. Da fahren wir schön im Bus hin und zusammen bei einem oder zwei Sekt und Gesprächen über den Lauf wieder zurück“, sagt Lipperunners-Sportwartin Claudia Nachtwey.

Jeder könne sein Tempo laufen. Für die Mitglieder der angehenden Marathonläufer „0 auf 42“ ist die Strecke von Werl nach Soest dann übrigens der erste Lauf über 15 Kilometer. „Die Gruppe wird sicherlich gemeinsam laufen“, so Nachtwey, die selbst ambitioniert durch die Strecke laufen will. „Eine Zeit unter einer Stunde und fünf Minuten wäre schon gut“, so die Läuferin. Wichtig dafür sei vor allem eine Bedingung: „Kein Ostwind, denn das bedeutet Gegenwind.“

Die Strecke sei übrigens nicht sonderlich reizvoll. „Dafür ist die Stimmung an der Strecke umso besser. Aber ich komme gut mit der Strecke klar. Wenig Kurven, nur eine Steigung  – asphaltiert. Das liegt mir.“ Nach der gemeinsamen Rückfahrt geht Nachtwey davon aus, dass der eine oder andere Läufer auch gemeinsam ins neue Jahr feiert. „Wenn die Neulinge das noch können“, fügt sie lachend hinzu.

SV Herbern: Auch die Herberner schicken knapp 20 Läufer nach Werl, um von dort nach Soest zu laufen. „Uns gefallen dort das Flair und die Stimmung. Es wirkt nicht so kommerziell wie andere Veranstaltungen“, sagt Michael Hölscher, Abteilungsleiter der SVH-Läufer. Die Gruppe setze sich aus einem Mix ambitionierter Athleten und Genussläufern zusammen. Nach dem Ziel sitzen auch die Herberner noch für Getränke und den obligatorischen Plausch unter Läufern zusammen.

Wer nicht mit nach Werl fährt, trifft sich zum 10. Herberner Silvesterlauf. Hier treffen sich die Herberner ab 13 Uhr am Vereinsheim für eine lockere Runde ohne Zeitmessung durch den Ort und anschließender „Besprechung“ (O-Ton Hölscher), bei dem einen oder anderen Kaltgetränk.

TV Werne: Ein kleiner Teil der Läufer des TV Werne bevorzugt den Lüner Silvesterlauf rund um die Kampfbahn Schwansbell. „Da laufen dann eher die Älteren, die nicht den Weg bis nach Werl/Soest auf sich nehmen wollen“, sagt der Werner Sportwart Dirk Böhle. Er selbst startet seit 2001 in Werl und läuft die 15 Kilometer nach Soest.

„Mittlerweile starte ich in Werl nicht mehr alleine wegen sportlicher Ambitionen, sondern wegen des Flairs“, so Böhle. Auch viele andere Werner Athleten werden mit ihm zusammen in Werl starten. Den Lauf lasse man anschließend immer bei einer Flasche Sekt und Berlinern im Mannschaftsbus ausklingen, bevor dann zurück in Werne jeder zu seinen Silvesterpartys aufbricht.

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