Stockum, Werne, Herbern: Die Verfolger schwächeln

Fußball: Kreisliga

Ist nach dem 18. Spieltag schon alles entschieden? In der Fußball-Kreisliga scheint nur der Tabellenführer SuS Olfen die nötige Konstanz zu besitzen. Bei den Verfolgern aus Stockum, Werne und Herbern ist hingegen Sand im Getriebe – mitgebracht aus der Vorbereitung im Winter.

KREISGEBIET

24.03.2015, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
SV Stockum (rot) - Eintracht Werne (schwarz)

SV Stockum (rot) - Eintracht Werne (schwarz)

Bestes Beispiel ist Eintracht Werne. Die Evenkämper, in der Vorrunde noch der schärfste Verfolger von Olfen, sind auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht. Der Rückstand zum Spitzenreiter ist auf sieben Zähler angewachsen. Höhepunkt war die 1:2-Derby-Niederlage gegen Stockum am vergangenen Sonntag. Der Grund, warum es derzeit nicht läuft, ist schnell gefunden: die katastrophale Personallage.

Gegen Stockum verletzte sich jetzt auch noch Dominik Obrenovic an der Leiste. Coach Muris Mujkanovic befürchtet, dass sein Abwehrchef diese Saison nicht mehr auflaufen kann. „Er hatte diese Verletzung schon in der Hinrunde und fiel mehrere Wochen aus“, erklärt Mujkanovic. Gegen Stockum sah Mario Martinovic seine fünfte Gelbe-Karte. Sandro Ünal wird am kommenden Spieltag gegen Davensberg ebenfalls fehlen. Er sah gegen Stockum die Ampelkarte.

Warten auf die Freigabe

Vor allem die Regelung mit der Sperre nach fünf gelben Karten regt Mujkanovic auf. „Das habe ich schon vor der Saison gesagt. So eine Regel geht in den unteren Ligen überhaupt nicht.“

Unterstützung könnte seine Mannschaft von Oliver Tole bekommen. Wann, steht noch nicht fest. Der bosnische Ex-Nationalspieler wartet weiter auf seine Freigabe. „Zwischen den beiden Verbänden klappt das nicht so, wie man sich das in einem modernen Europa vorstellt“, ärgert sich Mujkanovic. Tole ist momentan aber ohnehin nicht einsatzfähig, er musste sich am Wochenende einer Blinddarmoperation unterziehen.

Ein paar Kilometer weiter ist ein weiterer Coach bemüht, Sonntag für Sonntag eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Auch den Coach des SV Stockum, Ralf Gondolf, plagen personelle Sorgen. Die Vorbereitung verlief alles andere als zufriedenstellend und so ist es umso erstaunlicher, dass Gondolf und sein Schrumpfkader zuletzt die Eintracht schlugen und sich auch bei der 1:2-Niederlage gegen BW Alstedde mehr als ordentlich aus der Affäre zogen. Der Rückstand des Tabellendritten auf den SuS Olfen beträgt fünf Punkte.

Selm zieht vorbei

Momentan sieht es so aus, als könne Olfen nur noch die SG Selm ernsthaft in Bedrängnis bringen. Wie gut die Mannschaft aufgelegt ist, bewies sie bei einem weiteren Verfolger, dem SV Herbern II. Am Sonntag schlug Selm den SVH mit 4:1 und katapultierte sich auf den zweiten Tabellenplatz. Punktgleich, nur mit dem besseren Torverhältnis, stehen sie dort mit 39 Zählern vor dem SV Stockum.

Das Polster des SuS Olfen ist also weiterhin groß. Der 0:1-Ausrutscher gegen den PSV Bork nach der Winterpause hatte keinerlei Auswirkungen. Es folgte ein 2:0 gegen TuS Ascheberg II und das Kräfteverhältnis war wieder geradegerückt. Aber dahinter? Kann einer der Verfolger, bei denen man nicht genau weiß wer eigentlich noch dazugehört, Olfen doch noch ärgern? Wahrscheinlich nur, wenn es bald auch im Olfener Getriebe knirscht. 

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Fußball: Kreisliga A
Serkan Baslarli kommt ohne Extra-Kilos zurück zu Eintracht Werne, „wann auch immer das sein wird“