SV Herbern hat sich den Erfolg hart erarbeitet

Aufstiege der B-Junioren und -Juniorinnen

Das Telefon bei Toni Brockmeier steht dieser Tage nicht still. Dauert erreichen ihn Glückwünsche. Der Jugendfußballabteilung des SV Herbern ist etwas Historisches gelungen: Am Mittwochabend gelang sowohl den B-Junioren als auch den B-Juniorinnen der Aufstieg in die Bezirksliga. Verantwortlicher der Jugend: Toni Brockmeier.

HERBERN

26.06.2014, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicht aufzuhalten waren die B-Junioren des SV Herbern (weiße Trikots) in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga.

Nicht aufzuhalten waren die B-Junioren des SV Herbern (weiße Trikots) in der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga.

In der Aufstiegsrelegation kam dem SVH auch noch eine neue Regelung zugute. Erstmals spielten fünf Teams in einer Gruppenphase zwei Aufsteiger untereinander aus. „Das ist für kleine Kreise wie den unseren natürlich ein Schritt nach vorn. Und in dieser Konstellation war uns klar, dass der ganz große Wurf gelingen kann.“

Zwar wäre der Mannschaft zum Schluss in der letzten Partie gegen Burgsteinfurt (3:3) „ordentlich die Flatter“ gegangen, aber die Jungs hätten dem Druck sehr gut standgehalten. „Vor so einer Kulisse von über 300 Zuschauer haben die noch nicht gespielt. Die Situation war völlig neu“, so Brockmeier. Bei den B-Juniorinnen kam der Erfolg überraschend. „Der kam uns irgendwie zugeflogen. Die Mädchen haben aber auch eine Menge dafür getan“, meint Brockmeier. Trotz einer 1:10-Pleite im letzten Gruppenspiel der Relegation ziehen die SVH-Mädchen in die Bezirksliga ein. „Gegen Gütersloh haben wir Lehrgeld bezahlt.

Allerdings fehlten uns auch drei verletzte Abwehrspielerinnen. An der Höhe des Ergebnisses sieht man aber, dass im Mädchen- und Frauenfußball die Leistungsdichte nicht so groß ist wie bei den Jungen und Männern. Die muss erst noch wachsen. Wir haben mit dem Aufstieg einen Teil dazu beigetragen“, sagt Brockmeier.

Die B-Juniorinnen bilden den direkten Unterbau der Damenmannschaft. Der Jugendfußball-Chef hofft nun, dass dieser im Damenfußball ausgebaut werden kann. „Die Bezirksliga kann für viele zum Sprungbrett werden.“ Und das gelte nicht nur für den Mädchenbereich. Der SV Herbern hat jedenfalls mal wieder gezeigt, dass sich eine gute Jugendarbeit auszahlt. Der Doppelaufstieg war dafür die beste Werbung.

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