SV Herbern reagiert gelassen: „Wir wollen den Spielern keine Steine in den Weg legen“

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Der Fußballkreis Münster verfasste am Freitag einen Offenen Brief zu besseren Umgangsformen bei Vereinswechseln im Jugendfußball. Jetzt hat der SV Herbern dazu Stellung genommen.

Werne

, 05.07.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Appell an alle Vereine, den der Kreis Münster am Freitag verschickte. In einem Offenen Brief erklärten die Verantwortlichen, wie wichtig es sei, bei Vereinswechseln im Jugendfußball den respektvollen Umgang zu wahren und nicht erst die Spieler über die Sozialen Medien anzusprechen, bevor man die Vereine unterrichtet.

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Auch der SV Herbern gehört zu den angesprochenen Vereinen. Toni Brockmeier, Jugendvorsitzender des SV Herbern, findet die Ansprache des Kreises sinnvoll: „Das Ansinnen ist ja erstmal auf jeden Fall gut. Es ist halt jetzt die Frage, ob sich die Vereine auch wirklich daran halten.“

So seien viele Verantwortliche in der Vergangenheit zwar auf den SVH zugekommen, wenn sie an einem Spieler Interesse hatten. „Aber letztendlich wissen wir ja auch nicht genau, ob sie dann nicht doch erst mit dem Spieler gesprochen haben“, so Brockmeier.

„Eigentlich freuen wir uns da meistens eher drüber“

Er selbst sieht die Sache aber auch insgesamt entspannt: „Wenn ein Spieler bei uns die Möglichkeit bekommt, bei einem größeren Verein zu spielen, wollen wir ihm die Chance nicht verwehren und keine Steine in den Weg legen. Eigentlich freuen wir uns da meistens eher drüber.“

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So sei der SV Herbern auch einer der wenigen Vereine in der Region, die ihren Spielern immer eine Freigabe erteilen. „Das tragen wir immer sofort ein und lassen die Jungs dann auf jeden Fall gehen. Da gibt es ja oft auch mal Probleme“, erklärt Toni Brockmeier.

Auch beim Thema Ablöse sei der SV Herbern immer versucht, kulant zu sein. „Wir beteiligen uns daran in der Regel nicht. Es ist immer noch Jugendfußball, da wollen wir den Jungs keine Steine in den Weg legen“, so der Jugendvorsitzende. „Auch wenn das manchmal natürlich ärgerlich ist, wenn man andere Vereine hat, die dann keine Freigabe geben und man selbst das schon immer tut.“

Auch der Werner SC gehört zum Kreis Münster, allerdings war es den Verantwortlichen dort am Sonntag noch nicht möglich, eine Stellungnahme abzugeben.

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