SV Herbern trainiert noch nicht: „Die Jungs haben keinen Bock auf die Rennerei“

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Seit Montag hat der SV Herbern wieder seine Sportplätze unter Einschränkungen geöffnet. Den Fußballern der ersten und zweiten Mannschaft hilft das bisher aber nur wenig weiter.

Herbern

, 13.05.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht langsam bergauf für die Amateursportler aus der Region. In der vergangenen Woche verkündete die Landesregierung die ersten Lockerungen. Am Montag machte mit dem SV Herbern der erste Fußballverein aus der Region auch seinen Platz unter Einschränkungen auf.

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Doch die Auflagen sind streng. So müssen die Spieler des SVH den Ball aktuell noch eingeschlossen im Schrank lassen, auch der Mindestabstand muss weiterhin eingehalten werden. Lauf- oder Krafttraining ist allerdings beispielsweise für alle erlaubt.

Aber bringt das die Fußballer überhaupt weiter? „Na ja, noch bringt es uns nicht so viel“, sagt Jens Kalpein, Co-Trainer der Landesliga-Mannschaft des SV Herbern. Bisher habe man noch keine Einheiten für die kommenden Wochen geplant und auch keine genauen Regelungen gefunden.

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„Die Jungs haben keinen Bock mehr auf die Rennerei“, so Kalpein weiter. „Die haben sich die letzten Wochen schon so fit gehalten und sind da natürlich alle unzufrieden mit. Wenn wir jetzt auf den Platz gehen würden ohne Ball, würde es das sicherlich nicht besser machen.“

„Man muss den Verantwortlichen Zeit geben“

Man wolle jetzt aber auch niemanden drängen, schnell eine Lösung zu finden, so Kalpein: „Ich denke, man muss da den Verantwortlichen auch Zeit geben. Es ist für alle eine neue Situation, auf die man sich nun einstellen muss.“

Auch die Spieler der zweiten Mannschaft planen vorerst keine gemeinsamen Kraft- oder Laufeinheiten, bestätigt Trainer Daniel Heitmann: „Im Moment haben wir das noch nicht vor. Erstmal würde das ja ohnehin nur unter Abstandsregelungen funktionieren.“

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Zudem könne er sich auch nicht wirklich vorstellen, dass Lauf- oder Krafttraining bei seinem Team auf große Gegenliebe stößt: „Da würde ich sicherlich nicht allzu viele Jungs wirklich zu motivieren können, dabei mitzumachen.“

Bis zum 30. Mai werde man nun also die Füße stillhalten. Was danach passiert, lässt Daniel Heitmann vorerst offen: „Danach kann es sein, dass wir uns zum Spaß zum kicken treffen oder uns vielleicht auch einfach mal zur aktuellen Saison zusammensetzen. Mal schauen, wie sich die Situation für alle bis dahin so entwickeln wird.“

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