SV Herbern zeigt Kunst auf Kunstrasen

Fußball-Bezirksliga

HERBERN Die "Erste" zeigte der zweiten Mannschaft, dass auf dem Kunstrasen am Siepenweg keineswegs ein Fluch liegt. Mit 6:2 schickten die Dreier-Schützlinge den SV Berghofen zurück nach Dortmund.

von Von Daniel Otto

, 15.11.2009, 23:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
SV Herbern zeigt Kunst auf Kunstrasen

Fußball-Bezirksliga 8: SV Herbern - SV Berghofen 6:2 (1:1) Der SVH machte dem Namen des Spielfelduntergrunds alle Ehre. Was der Tabellendritte der Bezirksliga 8 vor allem in der zweiten Halbzeit bot, war Fußballkunst auf entsprechendem Rasen.

Die Anfangsphase gehörte ganz den Hausherren. Immer wieder kamen sie über die Außenbahnen, fanden allerdings zu selten den Mitspieler in der Mitte. Wenn doch, jagte Närdemann den Ball in den grauen Nachmittagshimmel (8.) oder Uhlenbrock schob ihn Zentimeter am linken Tor vorbei (11.).Herbern will nach dem 1:0 mehr - kassiert aber einen Elfmeter

Danach folgte Berghofens stärkster Spielabschnitt mit einigen brenzligen Szenen vor dem Adamek-Gehäuse, aber keiner echten Torchance. Also nahm der SVH die Sache wieder in die Hand, Löcke passte auf Uhlenbrock, der steckte mit letzter Kraft zu Bruland durch - 1:0 (30.). Herbern wollte mehr, aber stattdessen spitzelte Berghofens Samir Ghalem den Ball über Torhüter Adamek in die Mitte und wurde anschließend von Adamek getroffen. Weil der Pass keinen Abnehmer fand, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter - eine nachvollziehbare Entscheidung. Stolpmann markierte den Halbzeitstand (42.). Doch der währte nicht lange.Wunderschöne Kombination führt zum 2:1

Vier Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, als Herbern einen Lehrbuch-Konter aufführte. Löcke spielte den öffnenden Ball auf Saado, der trieb den Ball durchs Mittelfeld und legte auf den rechts mitgelaufenen Wilcock ab. Der Außenverteidiger flankte direkt in die Mitte, wo Kaminski per Flugkopfball das 2:1 erzielte (49.) - ein Traumtor wie beim FC Barcelona.

Nach einer kurzen Beruhigungsphase spielte nur noch die Heimmannschaft. Saado (64.), Bruland (65.), Uhlenbrock (66.) und noch einmal Saado (70.) hatten das 3:1 bereits auf dem Fuß, das dann Uhlenbrock per Kopf nach einem Löcke-Freistoß erzielte (76.). Nach dem 3:1 bricht Berghofen ein Jetzt brach Berghofen ein. Der eingewechselte Bozaci legte nach einem Sololauf das 4:1 nach (78.), Uhlenbrock sorgte für das 5:1 (85.) und nur eine Minute später per Slapstick-Tor - die Berghofener Abwehrspieler schossen sich gegenseitig an, der SVH-Stürmer brauchte nur noch einschieben - auch für das 6:1.

Das zweite Gegentor kurz danach gehörte ebenfalls in die Kategorie Comedy, als Kevin Wilcock seinen eigenen Keeper überlupfte (87.). Ein Schönheitsfehler zum Schluss. Mehr nicht. Trainer Ralf Dreier war entsprechend zufrieden: "Wir haben über 90 Minuten das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten."

Adamek, D. Wilcock, K. Wilcock, Christ, Reckers, Saado (80. Zilligen), Kaminski, Löcke (87. Brockmeier), Närdemann, Bruland (71. Bozaci), Uhlenbrock

1:0 Bruland (30.), 1:1 Stolpmann (42.), 2:1 Kaminski (49.), 3:1 Uhlenbrock (76.), 4:1 Bozaci (78.), 5:1 Uhlenbrock (85.), 6:1 Uhlenbrock (86.), 6:2 K. Wilcock ET (87.)

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