SV Herbern zieht trotz desolater zweiter Halbzeit in die nächste Pokalrunde ein

mlzFußball: Kreispokal

Der SV Herbern ist in der dritten Runde des Kreispokals auf einen Kreisligisten getroffen. Doch statt der klaren Sache wurde das Spiel zeitweise schon fast zu einer Zitterpartie für den SVH.

Herbern

, 28.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Tore sind zwischen dem SV Herbern und dem DJK SV Mauritz gefallen. Doch wer hier einen klaren 8:0-Sieg des Landesligisten über den A-Ligisten erwartet, liegt falsch. Denn der SVH tat sich vor allem in der zweiten Halbzeit extrem schwer gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Gegner aus Münster.

Kreispokal
DJK SV Mauritz - SV Herbern 3:5 (2:4)

Dabei führten die Herberner bereits nach zwei Minuten durch einen Treffer von Airton, nach 23 Minuten stand es gar 4:0 dank Toren von Fabian Vogt (17. Minute), Michael Schulte (20.) und Philip Just (23.). Die Münsteraner fürchteten nun eine Klatsche, auf Herberner Seite sah man das Spiel schon durch. Ein Trugschluss, der fatal hätte enden können. Denn Mauritz kam vor der Pause noch auf 2:4 ran (29., 45.). „Beim 4:0 macht man ein bisschen weniger, die kommen zwei Mal vors Tor, nachdem wir desolate Fehlpässe im Zentrum gespielt haben“, begründet Herberns Trainer Benjamin Siegert das Zurückkommen des Gegners.

Doch der SV Herbern konnte am Ende noch froh sein, vier Tore in der ersten Halbzeit geschossen zu haben. Denn statt nach der Pause noch mal aufzudrehen und das eigene Spiel aufzuziehen, folgte nun eine Halbzeit zum Vergessen. Zeitweise wirkte es so, als würde der SVH einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen - zu hektisch, zu inkonsequent. Der Kreisligist aus Mauritz zog augenscheinlich Selbstvertrauen aus der Ideenlosigkeit der Herberner.

Jetzt lesen

Denn die Abwehr des Landesligisten hatte plötzlich viel zu tun. Eigentlich hatte Siegert sein Team sehr offensiv ausgerichtet, spielte quasi ganz alte Schule mit Julius Höring als Libero und Michael Schulte als Vorstopper. Doch gerade Höring geriet immer wieder in die Bredouille und musste das Zentrum offen machen.

Mauritz roch scheinbar Lunte und war über weite Strecken dem nächsten Treffer näher als Herbern. „Wenn man dann in der zweiten Halbzeit so desolat schlecht spielt, da können wir nur froh sein, dass wir in der ersten Halbzeit vier Tore geschossen haben“, war Siegert sichtlich bedient. Und auch innerhalb der Mannschaft merkte man die Unzufriedenheit über die eigene Leistung.

Umso überraschender war dann noch der 5:2-Treffer von Michael Schulte in der Nachspielzeit. Worauf aber direkt nach Wiederanpfiff der 5:3-Endstand folgte. „Das ist echt ärgerlich, weil es hätte nicht passieren müssen“, schlussfolgerte Siegert, der schon vor dem Spiel befürchtete, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Dennoch suchte er auch nach Erklärungen: „Das ist, glaube ich, normal im Fußball, dass man denkt, man ist der Herr im Haus und dann kriegt man so leichte Gegentore.“

Jetzt lesen

Der SV Herbern trifft theoretisch nun in der nächsten Runde am 26. November auf den SC Nienberge - wieder einem Kreisligisten.

SVH: Haarseim - Just, Schwick (80. Sobbe), Schulte, Trapp, Schmitt, Vogt (46. Sabe), Scholtysik (71. Lünemann), Höring, Hoenhorst, Airton (60. Närdemann).

Tore: 0:1 Airton (2.), 0:2 Vogt (17.), 0:3 Schulte (20.), 0:4 Just (23.), 1:4 (29.), 2:4 (45.), 2:5 Schulte (90.), 3:5 (90.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Fußball: Westfalenliga
Holger Möllers übernimmt Kinderhaus: „Gehe fest davon aus, dass wir gegen Herbern spielen“