SV Stockum macht sich Freunde in Hamm – die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

er SV Stockum hat für Jubel beim VfL Mark gesorgt. Der Werner Fußball-A-Ligist hat gestern Marks Konkurrent um die Meisterschaft, die SpVg Bönen, mit 1:0 (0:0) bezwungen. Spitzenreiter Mark hat jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Bönen – und noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Minimalistisch ging es bei den Ergebnissen auch bei Eintracht Werne und Herberns Reserve zu.

WERNE

von Matthias Kerk, Dominik Gumprich

, 17.04.2016, 19:48 Uhr / Lesedauer: 3 min

Fußball, Kreisliga A1 Unna/Hamm

SpVg Bönen – SV Stockum 0:1 (0:0)

Die Stockumer haben zwar durch ihren Erfolg in diese Tabellenregion eingegriffen, ihr Blick selbst richtet sich aber etwas weiter südlich. Als Achter (45 Punkte) bleiben sie der Hammer SpVg III (46), SVF Herringen (47) und mit etwas Wohlwollen auch der Eintracht aus Werne (52) auf den Fersen.

Den Sieg gegen Bönen verdankte Stockum Lars Zimmer. Der Routinier und die rechte Hand von Coach Ralf Gondolf erzielte gegen die Spielvereinigung seinen zwölften Saisontreffer (66.). Das ein Tor zum Sieg gereicht hat, war für Gondolf das folgerichtige Resultat eines „taktisch guten Auftritts.“

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut. Sonntagmittag sagte Mittelfeldregisseur Ali Karaman seinen Einsatz wegen Grippe ab. „Da mussten wir Umstellen, haben nur noch mit einer Spitze gespielt. Wir haben die Räume eng gemacht und auf Konter gelauert“, so Gondolf. Ein Konter führte dann auch zum 1:0. Firat Isikli hätte später noch auf 2:0 erhöhen können, doch er verschoss einen Foulelfmeter (80.). „Das nächste mal schieße ich“, sagte Gondolf und lachte. 

TEAMS UND TOR SpVg Bönen: Heller - Senel (64. Weißenberg), Korkmaz, Schneck, Dördelmann, Güner, Holtmann, Scheibke, Wittwer, Herger (51. Kempe), Hussein (84. Poljsak)SV Stockum: Karsch - Barthel, Th. Opsölder, Kozlik, Lupp, Eliyazici, Löbbecke (43. Tayar), Ünal, Zimmer (82. Bußkamp), Isikli, Radstaak (67. Gaida)Tor: 0:1 Zimmer (66.)

Eintracht Werne – Hammer SC 0:0

Eintracht Werne fehlte im Heimspiel gegen den Hammer SC die Frische. Das Spiel entwickelte sich zu einem müden Kick, in dem der Eintracht in der zweiten Hälfte die Laufbereitschaft fehlte. Dabei fingen die Evenkämper sehr gut an. In den ersten 15 Minuten ließen die Werner den Ball gut laufen und bewegten sich viel. So kamen die Werner in der Anfangsphase zu vier guten Möglichkeiten. „Mit der Anfangsphase war ich zufrieden. Das sah nach Fußball aus“, so Eintracht-Trainer Jörg Fiebig.

Dann kippte das Spiel plötzlich. Die Werner ließen den Ball weniger laufen und agierten häufig mit langen Bällen. Vor allem im Mittelfeld passte die Laufleistung nicht. Torlos gings in die Pause. Wer nach dem Seitenwechsel auf Besserung gehofft hatte , der wurde enttäuscht. Der Gast, 13. der Liga, kam nun zu Chancen. Stanislav Steiger wurde über rechts in Szene gesetzt. Dieser visierte das lange Eck an. Der Ball rollte nur Zentimeter am Tor vorbei (49.).

Keine Ideen

Eintracht versuchte nach vorne zu spielen, aber die Ideen in der Offensive fehlten. Dies lag auch daran, dass die Spieler sich schwer von ihren Gegenspielern lösten. Ein langer Ball von Marko Martinovic erreichte dann mal den Fuß von Serkan Baslarli. Die Hammer-Hintermannschaft spekulierte auf Abseits, der Pfiff blieb aus. Baslarli legte sich den Ball an der Strafraumgrenze auf den linken Fuß, doch sein Abschluss landete über dem Tor.  Es sollte der einzig nennenswerte Abschluss der Evenkämper im zweiten Abschnitt sein.

Aber auch Hamm schaffte es selten vor das Tor von Eintracht-Keeper Manuel Linke. Fünf Minuten vor dem Ende musste Linke einmal seine Qualitäten im Tor zeigen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konterten die Gäste über Steiger, der allein auf Linke zulief. Der Torwart blieb lange stehen und parierte den Schuss (86.). „Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein und froh sein, dass wir uns nicht über einen Konter noch ein Tor fangen. Man sieht, der Mannschaft geht langsam die Puste aus“, sagte Fiebig. Die Eintracht bleibt Fünfter. 

TEAM Eintracht Werne: Linke - Zengin, Martinovic (85. Schulte), Baslarli, Matula, Scharein, Do. Obrenovic, Da. Obrenovic (65. Tole), Müller, Pawlik, BajricTore: Fehlanzeige

Fußball, Kreisliga A2 Münster

Werner SC II – SV Concordia Albachten 2:1 (1:1)

SC Nienberge – SV Herbern II 1:0 (0:0)

Das erhoffte Erfolgserlebnis blieb aus. Gegen den favorisierten SC Nienberge gelang dem Fußball-A-Ligisten SV Herbern II kein Befreiungsschlag. An der Tabellensituation ändert sich für Herbern nach dem Duell gegen den neuen Vierten der A-Liga-Staffel 2 nichts. Die Blau-Gelben bleiben mit 20 Punkten auf Platz 13, da die Konkurrenz um Havixbeck und Davensberg ebenfalls federn ließ. Der Dritte im Bunde, der TuS Hiltrup II, hatte ein spielfreies Wochenende. Der Vorsprung der Blau-Gelben aus Herbern auf einen Abstiegsrang beträgt weiterhin sieben Zähler.

Das Remis unter der Woche gegen Ottmarsbocholt (2:2), das sich aus Sicht von SVH-Coach Timy Schütte zunächst wie eine Niederlage angefühlt hat, erweist sich somit Rückblickend für die Herberner doch als Punktgewinn. Gegen Nienberge hielt der SVH fast 80 Minuten lang die Null. Dann netzte der Favorit doch ein. Cedric Eisfeldt (79.) schoss das Tor des Tages und fügte der SVH-Reserve die elfte Niederlage in 23 Saisonspielen zu.

TEAMS UND TOR SC Nienberge: Greiner - Elikmann, Kollmann (77. Finkenbrink), Böhmer, Ruschulte, Rolwes, Goecke (62. Buhl), Fastabend, Maj (46. Severin), Kacar, EisfeldtSV Herbern II: Seb. Adamek - Dubicki (74. Lübke), St. Aschoff, Havers, Chr. Adamek, Krieter, Hüttermann, Baydemir, M. Aschoff, Heitmann (65. Kortendick), Bußkamp (80. Schmidt)Tor: 1:0 Eisfeldt (79.)

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