Tatjana Kortmann holt in Köln Silber

Aquathlon: Europameisterschaft

Erste Europameisterschaft, erster Aquathlon und gleich die erste EM-Medaille. Die Wernerin Tatjana Kortmann ist am Samstag bei der Aquathlon-EM in Köln gestartet. Nach 37:20,50 Minuten stand sie als Vize-Europameisterin der Altersklasse 25 bis 29 Jahre fest.

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, 01.07.2015, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tatjana Kortmann wurde bei der Aquathlon-EM in Köln Zweite in ihrer Altersklasse.

Tatjana Kortmann wurde bei der Aquathlon-EM in Köln Zweite in ihrer Altersklasse.

„Eigentlich mache ich Triathlon. Weil ich am besten schwimmen und laufen kann, dachte ich, dass ich einfach mal Aquathlon ausprobiere“, sagt die 25-Jährige. Und das mit Erfolg. Zunächst veränderten die Veranstalter allerdings den Ablauf des Wettbewerbs. Normalerweise starten die Sportler beim Aquathlon auf einer 2,5 Kilometer langen Laufstrecke. Danach geht es einen Kilometer in das Wasser, um dann noch einmal 2,5 Kilometer zu laufen.

„Das Wasser hatte knapp 20 Grad Celsius. Unter 22 Grad ändert man den Ablauf, damit man nicht aufgewärmt vom Laufen in das kalte Wasser muss. Das macht der Körper nicht mit,“ sagte Kortmann. Zuerst ging es also auf die ein Kilometer lange Schwimmstrecke. Eigentlich die Paradedisziplin der jungen Wernerin, die als Lehrerin am Anne-Frank-Gymnasium tätig ist. Doch im Wasser sah Kortmann eine starke Konkurrenz. „Ich hätte gedacht, dass ich beim Schwimmen weiter vorne bin. Dafür war die Laufzeit wirklich gut, sagte Kortmann.

Aufholjagd zu Fuß

Nach 14:33 Minuten stieg die Triathletin als Zwölfte aus dem Wasser. Dann startete die Aufholjagd. Auf der Fünf-Kilometer-Laufstrecke holte sie sieben Teilnehmerinnen ein. Am Ende landete Kortmann auf dem vierten Platz der Gesamtwertung, der mit einer Zeit von 37:20,50 Minuten gleichzeitig die Vizeuropameisterschaft ihrer Altersklasse bedeutete.

„Es war wirklich ein tolles Erlebnis. Nicht nur die Medaille. Insgesamt haben 18 Nationen am Wettbewerb teilgenommen und jede ist in einem einfarbigen Einteiler gestartet. Das war ein wirklich schönes Bild“, sagte die Wernerin. Vor der ehemaligen Sportstudentin landeten die Engländerin Johanna Gascoigne Owens auf Platz eins (34:13,80), Julie Stephan aus Frankreich auf zwei (36:35,33) sowie die Briten Natalie Thomas (36:42,51) auf Platz drei.

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