Teams aus Werne wollen mehr als nur die Gruppe überstehen bei den Stadtmeisterschaften

mlzWerner Stadtmeisterschaften

Dieses Wochenende steigen die Werner Stadtmeisterschaften. Vor dem Turnier der Seniorenteams haben wir mit dem Trainer des Ausrichters und dem Geschäftsführer des SV Stockum gesprochen.

Werne

, 27.12.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon am Freitag beginnen in der Linderthalle die ersten beiden Turniere der diesjährigen offenen Werner Fußball-Stadtmeisterschaften. Das prestigeträchtigste Turnier steigt am Sonntag, wenn die ersten Herrenmannschaften aufeinandertreffen. Im Vorfeld haben wir mit Mario Martinovic, Trainer von Eintracht Werne, und Yassine Nahih, Geschäftsführer des SV Stockum, über die Zielsetzung ihrer jeweiligen Mannschaften, die Hallenregeln und die Nicht-Teilnahme des Werner SC gesprochen.

Herr Martinovic, Herr Najih, mit was für einem Gefühl gehen Sie in das Turnier? Und wie ist die Zielsetzung Ihrer Mannschaften?

Mario Martinovic: Wir haben eine gute Hallenmannschaft und haben in den letzten Jahren immer gut ausgesehen. Die Jungs haben richtig Bock auf das Turnier und waren zuletzt auch schon ein paar Mal in der Soccerhalle trainieren. Wir werden versuchen, so gut wie möglich abzuschneiden. Das hat die letzten Jahre auch schon gut geklappt. Die Jungs können etwas für die Mannschaftskasse tun. Aykut Kocabas wird am Sonntag die Mannschaft coachen.

Yassine Najih: Bei uns werden unser Sportlicher Leiter Monim Bhihi und ich die Geschicke leiten. Uns ist wichtig, dass die Jungs ein bisschen Spaß haben. Wir wollen trotzdem unter die ersten Drei kommen - also mindestens die Gruppe überstehen und ins Halbfinale kommen. Wenn wir es nicht erreichen sollten, dafür aber alle gesund bleiben, bin ich auch zufrieden. Aber es ist unterm Strich nur ein Turnier - ohne es jetzt kleinreden zu wollen. Für uns hat die Rückrunde in der Kreisliga A und der Klassenerhalt absolute Priorität.

Gehen Sie mit voller Kapelle in das Turnier, oder werden Sie auch Spieler schonen?

Martinovic: Wer sich gut fühlt und spielen möchte, der ist bei uns dabei. Bei Apo (Abdullah Sahin, Anm. d. Red.) müssen wir mal schauen. Er war länger verletzt und wir wollen nicht, dass er jedes unserer drei Hallenturniere mitmacht. Wir werden unsere Spieler für die drei Turniere gut aufteilen.

Najih: Ich denke, dass wir mit der gesamten Mannschaft antreten werden. Die Jungs haben sich jetzt schon häufiger getroffen und in der Soccerhalle trainiert. Ein richtiges Training haben wir nach dem letzten Meisterschaftsspiel aber nicht mehr gemacht. Am Freitag gehen wir bei uns am Platz nochmal in die Halle.

Der Werner SC nimmt in diesem Jahr am Turnier der ersten Mannschaften nicht teil. Haben Sie da Verständnis für?

Martinovic: Ja, das kann ich nachvollziehen. In der Halle kann es sein, dass man sich eine schnelle Verletzung zuzieht, da alle paar Sekunden Zweikämpfe stattfinden. Beim WSC hat die Landesliga Priorität. Und trotzdem ist es für uns natürlich schade, da wir gerne gegen eine höherklassige Mannschaft gespielt hätten. Aber wir müssen es eben so akzeptieren. Einen Vorteil sehe ich für uns dadurch jetzt nicht. Muffe haben wir vor den anderen Gegnern aber auch nicht.

Najih: Ich kann es definitiv verstehen. Der WSC spielt in der Landesliga oben mit und wird seine Bedenken gehabt haben, da sie einen erfolgsorientierten Fußball spielen. Ich will nicht sagen, dass ich genauso reagiert hätte. Wir hätten sie gerne dabei gehabt, aber sie nehmen jetzt einfach mal Rücksicht auf ihre Spieler.

In der Halle gelten andere Regeln als draußen. Wir finden Sie das noch relativ neue Hallen-Regelwerk?

Martinovic: Ich sehe es teils positiv, teils negativ. Dass man nicht mehr grätschen darf, finde ich prinzipiell gut. Die Auslegungssache der Schiedsrichter ist für mich aber häufig schwierig. Größtenteils bin ich aber ein Befürworter der neuen Regeln.

Najh: Ich finde die Regeln gut. Wenn ein Spieler zu forsch rangeht, kann es in der Halle ziemlich schnell hässlich werden, daher ist die Anti-Grätsch-Regel sehr gut. Auch den Futsal-Ball find‘ ich cool. Den muss man schön flach halten. Das ist viel besser als dieser alte Ping-Pong-Ball in der Halle.

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