Tempo ist „stärkste Waffe“ des TV Werne

Handball: Kreisliga

Zum Spitzenspiel fahren die Handballer des TV Werne am Samstag nach Kamen. Gegen den Tabellenführer erhofft sich die Mannschaft von Trainer Ingo Nagel eine Überraschung. Am Ergebnis des Hinspieles wird deutlich, dass ein Sieg in der Tat überraschend wäre.

von Paul Klur

WERNE

, 28.01.2016, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der letzten Saison konnte sich Werne mit Julian Berg nicht gegen den VfL Kamen durchsetzen. Beim Spitzenspiel am Samstag ist die Sieben von Ingo Nagel top motiviert, den Spitzenreiter zu schlagen.

In der letzten Saison konnte sich Werne mit Julian Berg nicht gegen den VfL Kamen durchsetzen. Beim Spitzenspiel am Samstag ist die Sieben von Ingo Nagel top motiviert, den Spitzenreiter zu schlagen.

Kreisliga VfL Kamen - TV Werne Samstag, 19 Uhr (Sporthalle am Koppelteich, Am Schwimmbad, 59174 Kamen)

"Wir möchten den VfL ein bisschen ärgern", sagt Coach Ingo Nagel. Die Kamener stehen derzeit mit nur einer Niederlage auf dem ersten Tabellenplatz in der Kreisliga Hellweg. Dicht dahinter der TV Werne. Mit nur zwei Zählern Rückstand ist die Nagel-Sieben immer noch in Schlagdistanz, wenn es um die Meisterschaft geht. Im Spitzenspiel geht es deshalb um die Ausgangsposition für das Rennen um den Titel.

"Kamen ist auch in der Breite sehr gut aufgestellt", sagte Ingo Nagel. Bereits in der vergangenen Saison kratzte der VfL am Aufstieg, musste sich jedoch mit dem zweiten Platz hinter den makellos spielenden Oberadenern zufrieden geben. Auch damals standen sie nur einen Platz vor Werne. "Die haben ihre gute Form definitiv in diese Saison mitgenommen", beschrieb Nagel den Gegner.

Niederlage im Hinspiel

Im Hinspiel musste der TV Werne eine relativ deutliche 19:24-Niederlage hinnehmen. "Wir haben bis zur 50. Minute das Spiel offen gehalten", sagte Nagel. Danach habe Kamen aber einige Offensiv-Fehler seiner Mannschaft konsequent bestraft. Schlussendlich sei das Ergebnis in der eigenen Halle ein wenig zu deutlich ausgefallen, "aber Kamen hatte einfach mehr Cleverness", sagte Nagel.

Aus der Heimniederlage hat Nagel Konsequenzen gezogen. "Wir müssen sehr kompakt in der Deckung stehen, um Kamen nicht davonziehen zu lassen", beschrieb er seine Ausrichtung für das Match. Die Defensive wird durch die Rückkehr von Martin Wulfert zwischen den Pfosten noch verstärkt. Der andere Torwart, Fabian Rensmann, ist allerdings bei einer Skifreizeit und daher in Kamen nicht dabei.

Die besten Siegchancen für seine Mannschaft sieht der Trainer "im Tempospiel, das ist unsere stärkste Waffe". Sein Team müsse die starke Kamener Deckung mit wirksamen Gegenstößen angreifen. "Es wird aber sicherlich schwer, deren Abwehr zu knacken", räumte Nagel ein.

Um Kamen mit einem Sieg tatsächlich zu überholen, müssten die Werner mit mindestens sechs Toren Abstand gewinnen. Bei fünf Toren Vorsprung ist das auch möglich, allerdings müsste Werne dann mehr als 24 Treffer erzielen, um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. "Darüber möchte ich gar nicht spekulieren", sagte Nagel. Auch darüber, dass der Aufstieg in die Bezirksliga seinem Team wegen der bevorstehenden Umstrukturierungen im Handballverband wohl kaum noch zu nehmen ist, möchte Nagel noch nicht nachdenken.

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"Da ist noch gar nichts in trockenen Tüchern", sagte er. Wie viele Teams tatsächlich aufsteigen -drei, vier oder womöglich sogar fünf - das könne man momentan noch nicht wissen. Natürlich sei der Aufstieg in die Bezirksliga das Ziel seines Teams. "Aber wir können erst sicher sein, wenn sich auch rechnerisch nichts mehr verändern kann", so Nagel.

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