Tobias Trittschack tritt beim SV Herbern zurück

Abteilungsleiter Fußball

Nach anderthalb Jahren ist Schluss. Zumindest vorerst. Tobias Trittschack (32), Abteilungsleiter der Fußballer des SV Herbern, stellt sein Amt im Winter zur Verfügung. Aus beruflichen Gründen muss Trittschack das Amt abgeben. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Der Verein steht hinter dem langjährigen Mitglied und hält ihm eine Rückkehr offen.

HERBERN

, 10.12.2015, 06:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Herberner Turnierleitung: (v.l.) Malte Gärtner, Dominik Reher und Tobias Trittschack.

Die Herberner Turnierleitung: (v.l.) Malte Gärtner, Dominik Reher und Tobias Trittschack.

"Die Gründe, warum er kürzen treten will und muss, sind absolut nachvollziehbar. Trotzdem ist es extrem schade, dass er diesen Schritt geht", sagt Dominik Reher, Geschäftsführer der Herberner Fußballer, zum Rücktritt. Seit 26 Jahren ist Tobias Trittschack Mitglied im SV Herbern. Seit anderthalb Jahren ist er Abteilungsleiter. Ein Job, der viel Zeit in Anspruch nimmt. Zeit, die Trittschack im Moment nicht hat. "Sieben Anrufe am Tag haben mit dem SV Herbern zu tun", sagt er. Sieben Anrufe, die nicht in einer Minute abgearbeitet sind.

Aber Trittschacks verfügbares Zeitkontingent lässt es nicht zu, dass er das Amt weiter ausüben kann. Rund 220 Stunden verbringt er im Monat bei der Arbeit (Trittschack arbeitet in der Stationären Jugendhilfe, Anm. d. Red.). Und er hat noch eine dicke Arbeit zu schreiben. 120 Seiten hat er vor derBrust. Und die will er bis zum Sommer weghaben. Es habe Gespräche gegeben zwischen ihm und dem Vereinsvorsitzenden Werner Heitmann, erzählt Trittschack. Die Verantwortung hätte auf mehrere Schultern verteilt werden sollen.

Aber solange der 32-Jährige als Abteilungsleiter geführt wird, "landen die wichtigen Entscheidungen eh auf meinem Tisch", so Trittschack. "Er hat schon länger durchblicken lassen, dass er diesen Schritt gehen will", so Reher. "Und es ist mir wirklich nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen", sagt Trittschack. Er habe das Amt nicht übernommen, um schnell wieder davon zurückzutreten. Gemeinsam mit Reher und Fank Heidemann habe er einen Fünf-Jahres-Plan entwickelt.

"Wir wollten frischen Wind in die Abteilung bringen. Dass ich diese Aufgabe jetzt nicht zu Ende bringen kann, ist extrem schade", so Trittschack. Aber auch wenn er jetzt geht. "Die Tür für ihn steht immer offen", sagt Reher. Rückkehr nicht ausgeschlossen?

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