Tolga Köroglu und Firat Isikli zurück beim SV Stockum: „Was die da machen, ist nicht normal“

mlzFußball-Kreisliga A

Der SV Stockum muss in der Rückrunde der Fußball-Kreisliga A dringend schnell punkten, um realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Zwei Rückkehrer bringen viel Qualität mit.

Stockum

, 17.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Stockum hat in der Fußball-Kreisliga A als Vorletzter bereits ebenso viele Punkte Rückstand auf den Drittletzten TuS Wiescherhöfen II, wie der Klub bislang in 16 Spielen in dieser Saison gesammelt hat: sechs. Für die Rückrunde wollen sich die Stockumer deshalb für den Abstiegskampf verstärken - und sind in Torhüter Karim Yahia (Maroc Hamm) sowie den beiden Rückkehrern Tolga Köroglu und Firat Isikli (beide zuletzt Ligakonkurrent und -spitzenreiter SVE Heessen) auch bereits fündig geworden.

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Für Köroglu und Isikli ist die Rückkehr nach Stockum eine Herzensangelegenheit. Beide waren in der Vergangenheit schon fünf Jahre für den SVS aktiv.

Der 32 Jahre alte Köroglu, der im Januar 2019 zum SVE gewechselt war, kam dort zuletzt berufsbedingt nur noch auf wenig Einsatzzeit. „Ich bin in Heessen kürzer getreten, weil ich einen neuen Job angefangen habe, da musste ich mich mehr auf die Arbeit konzentrieren.“ Der Fliesenleger will im Mai seine Meisterprüfung ablegen. „Da muss ich lernen, lernen, lernen. Ich dachte, in der Kreisliga A geht das vielleicht, aber selbst da: Wenn du bei einer Topmannschaft spielst, kommst du nicht mehr in den Kader rein.“

Ein Anruf zur rechten Zeit

Da kam der Anruf von SVS-Geschäftsführer Yassine Najih gerade zur rechten Zeit. „Yassine hat angeboten, dass ich einmal die Woche trainieren und am Wochenende spielen kann“, berichtet Köroglu. „Yassine und ich haben einen super guten Draht zueinander. Das ist ein ganz besonderer Mensch.“ Seine langjährige Vereins-Vergangenheit tat ihr Übriges. „Ich habe fünf Jahre in Stockum gespielt. Bei dieser aktuellen Situation, da unten drin stehen, da will ich auf jeden Fall helfen“, erklärt der 32-Jährige.

Und auch Najih zeigte sich nach der Verpflichtung hocherfreut. „Für uns ist der Transfer von Tolga ein voller Erfolg“, hatte Najih über Köroglu gesagt. „Er war schon, als er noch bei uns war, total torgefährlich und das ist auch immer noch so. Das brauchen wir.“

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Firat Isikli war bereits im Sommer 2018 von Stockum nach Heessen gewechselt, hatte aber nach einer Saison beim SVE zunächst eine Pause eingelegt. „Zur Rückrunde hat mich Tolga angerufen, ob ich nicht wieder Lust habe, anzufangen, vielleicht können wir Stockum helfen, den Abstieg zu verhindern. Wenn Tolga anruft, gehe ich natürlich. Wir haben davor schon die letzten fünf Jahre in Stockum zusammengespielt.“

Beim SVS ist der ebenfalls 32-Jährige für die Außenbahnen eingeplant. „Firat ist ein schneller Flügelflitzer, der unsere Offensive sicherlich bereichern wird“, hatte Najih den Rückkehrer beschrieben.

Wiedersehen mit dem Trainerduo

Große Freude herrscht bei Isikli und Köroglu auch über das Wiedersehen mit dem Trainergespann aus Ex-Profi Jürgen „Tülle“ Welp und Marlon van der Sander. „Ich bin fasziniert von den Trainingseinheiten von Jürgen und Marlon. Was die da absolvieren, ist nicht normal. Das ist zu viel für Kreisliga“, schwärmt Köroglu. „Denen ist egal, ob wir in der Kreisliga spielen, und das bekommen einige auch zu spüren. Das geht wirklich an die Grenzen. Aber man sieht auch selber, was die mit Heessen erreicht haben.“

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Mit dem Trainerduo gewannen Isikli und Köroglu die Meisterschaft der Kreisliga A in der vergangenen Saison, zogen dann aber im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga denkbar knapp den Kürzeren (1:3 nach Verlängerung gegen die SG Massen). Nun will das Quartett den SVS zum Klassenerhalt führen - was nach sechs Punkten aus den ersten 16 Spielen kein einfaches Unterfangen wird.

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