Torwart Jorma Hoppe rettet dem Werner SC drei Punkte

Fußball: Landesliga

Er war der überragende Mann auf dem Platz: WSC-Schlussmann Jorma Hoppe rettete seinen Farben gleich mit mehreren Glanzparaden in der Schlussphase den glücklichen 2:1-Sieg beim BSV Roxel.

von Marcel Schürmann

Werne

, 29.09.2019, 21:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torwart Jorma Hoppe rettet dem Werner SC drei Punkte

Konnte sich mehrfach auszeichnen: Jorma Hoppe (grünes Trikot) avancierte gegen den BSV Roxel für Werne zum Mann des Spiels. © Marcel Schürmann

Nach dem Abpfiff wussten die Spieler des Werner SC ganz genau, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Vier Mal war Wernes Torhüter, Jorma Hoppe, in der Schlussphase mit seinen Paraden zur Stelle und rettete seinem Team somit die glücklichen drei Punkte in Roxel.

Landesliga 4

BSV Roxel - Werner SC

1:2 (1:1)

Bei bestem Fritz-Walter-Wetter wollte der Spitzenreiter nach der 2:3-Niederlage aus der Vorwoche gegen Wiescherhöfen in Roxel eine Reaktion zeigen. Dennoch fand das Team von Lars Müller nur schwer in die Partie. Erst mit dem 0:1-Rückstand nach einer knappen halben Stunde kam auch der WSC besser rein. „Nach dem Rückstand haben wir einen Gang hochgeschaltet und haben uns schnell belohnt“, sagte WSC-Trainer Lars Müller nach dem Spiel. Nach einem Schubser an Colin Lachowicz übernahm Daniel Durkalic Verantwortung und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1-Ausgleich (38.)

Der zweite Durchgang begann sogleich mit einem Traumstart für die Werner: Youssef Saado schickte Henry Poggenpohl mit einem langen Ball auf die Reise. Der flankte das Spielgerät von der linken Seite unbedrängt mit feinem Außenrist an den langen Pfosten, wo Colin Lachowicz lauerte und den Ball im Liegen zum 2:1-Führungstreffer über die Linie drückte (46.).

Zwei Abseitstore

In der Folge setzten die Gastgeber den WSC gehörig unter Druck. Und das erfolgreich, wie es schien: Roxels Daniel Seidel traf nach einer knappen Stunde zum vermeintlichen Ausgleich. Roxels Bank jubelte bereits ausgiebig, bis sich der Schiedsrichter nach Absprache mit seinem Assistenten doch noch umentschied: Abseits. „Erst gibt er (der Schiedsrichter, Anm. d. Red.) das Tor. Dann nimmt er es zurück, nachdem ihn die Werner Spieler unter Protesten beredet haben“, war Roxels Trainer Sebastian Hänsel nach dem Spiel ziemlich angefressen.

Tendenz: wohl eher kein Abseits. Und auch als zum dritten Mal der Roxeler Torschrei ausbrach, hatte der Linienrichter seine Fahne oben – erneut Abseits. Dieses Mal eindeutig. Müller: „Zur ersten Aktion kann ich nicht wirklich was sagen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es beim zweiten Mal wirklich Abseits war.“ Hänsel hatte bei der ersten Szene – wie alle Roxeler – keine Abseitsstellung gesehen: „Da sind wir uns alle einig, das war ein ganz sauberes Tor.“

Ball am Pfosten - Spiel bleibt offen

Auf der Gegenseite hätte Durkalic nach dem schönsten Angriff des WSC beinahe das 3:1 erzielt – und hätte damit den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt. Doch er scheiterte mit seinem Kopfball am Pfosten (65.). „Die Szene hätte das Spiel endgültig entschieden. Wir hätten es deutlich ruhiger haben können“, wusste Lars Müller.

Denn in der Schlussphase war es wieder ein Spiel auf ein Tor. Roxel versuchte mit allem, was es hatte, den Ausgleich herbeizuführen, doch WSC-Schlussmann Hoppe war stets zur Stelle, lenkte Ball um Ball am Tor vorbei und brachte die Platzbesitzer zur Weißglut. Nach vier ewiglangen Minuten Nachspielzeit und Dauerdruck der Gastgeber pfiff der Referee das Spiel ab und die Werner Spieler hatten nur ein Ziel: Jorma Hoppe, der durch seine Paraden zum Mann des Spiels avancierte.

Gegner lobt Jorma Hoppe

„Kompliment an den Werner SC und seinen Torhüter. Wir hätten gewinnen müssen. Das tut uns extrem weh“, war Roxels Trainer Sebastian Hänsel bedient. Lars Müller hingegen atmete durch: „Wir hatten das Quäntchen Glück heute auf unserer Seite.“ Durch den Sieg festigt der WSC die Tabellenführung, hat weiterhin zwei Punkte Vorsprung vor Westfalia Kinderhaus.

Werner SC: Hoppe – Martinovic, Holtmann, Link, Stöver – Poggenpohl (69. Vertgewall), Husarek (75. Cirak), Durkalic, C. Lachowicz (72. Hennes) – Saado, Prinz (79. Thannheiser)

Tore: 1:0 (31.), 1:1 Durkalic (FE, 39.), 1:2 C. Lachowicz (46.)

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