Trotz Saisonabbruch: Das Spiel der Spiele steht für Eintracht Werne noch aus

mlzEintracht Werne

Die meisten Vereine sind nach dem endgültigen Saisonabbruch höchstens noch zum Spaß im Training, eigentlich aber in der Sommerpause. Für Eintracht Werne steht aber mindestens ein Spiel noch aus.

Werne

, 16.06.2020, 13:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison ist endgültig abgebrochen im Amateurfußball. Das legte der Verbandstag des FLVW in der vergangenen Woche fest. Eine Wertung der möglichen Auf- und Absteiger gibt es bereits, die letzten Spiele entfallen, alle Vereine haben endlich Gewissheit.

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Zumindest fast. Denn für Eintracht Werne hätte neben dem normalen Ligabetrieb noch ein weiterer Wettbewerb angestanden. Die Evenkämper hatten sich nach überragenden Auftritten in den bisherigen Runden für das Halbfinale des Kreispokals qualifiziert. Dort würde der Landesligist IG Bönen warten.

Ulrich Ritter: „Wenn es irgendwie machbar ist, wollen wir die Spiele austragen“

So richtig daran geglaubt hatte bei der Eintracht niemand, dass sie ihr persönliches Highlight der aktuellen Spielzeit noch erleben dürfen. Jetzt aber die Kehrtwende. Ulrich Ritter, Pokalspielleiter im Kreis Unna/Hamm, erklärt: „Wenn es irgendwie machbar ist, wollen wir die Spiele austragen.“

Natürlich muss sich auch der Kreis dafür an die Vorgaben aus der Politik halten. „Wir müssen natürlich abwarten, wann richtige Fußballspiele überhaupt wieder möglich sind“, so Ritter. „Aber prinzipiell geht es mit dem Kontaktsport bis zu 30 Personen ja schon in eine richtige Richtung.“

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Zumal sich ja auch die Anzahl der noch zu absolvierenden Partien im Kreispokal durchaus in Grenzen hält. „Wir haben ja noch die beiden Halbfinals und das Finale. Das ist jetzt auch nicht mehr so viel. Eigentlich sollte das noch machbar sein, denke ich.“

Darauf hofft auch Mario Martinovic, Trainer von Eintracht Werne: „Natürlich würden wir die Spiele im Kreispokal gerne zuende spielen. Wir hatten so eine gute Saison in diesem Wettbewerb, dafür würden wir uns dann natürlich schon gerne belohnen.“

Bisher hatten die Evenkämper durchweg herausragende Pokalauftritte gezeigt. Schon im Achtelfinale hatten sie den Landesliga-Aufsteiger SG Bockum-Hövel aus dem Wettbewerb geworfen. Eine Runde später bestätigten sie ihre Rolle als Favoritenschreck noch deutlicher: Die Evenkämper besiegten den Oberligisten Holzwickeder SC fulminant mit 4:2.

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„Jetzt werden vielleicht nicht mehr alle Jungs dabei sein, wenn wir dann gegen Bönen spielen“, so Martinovic. „Aber letztendlich haben wir gegen einen Landesligisten absolut nichts zu verlieren. Besonders wenn man sieht, wie stark sie sich verstärkt haben.“

Auf einen Fakt hofft Martinovic, sollte das Spiel tatsächlich stattfinden. „Für uns wäre es schon wichtig, dass auch Zuschauer da sind“, so der Trainer. „Das wäre einfach eine schöne Sache für den Verein bei einem so bedeutenden Spiel wie diesem.“

Zu hoch will Ullrich Ritter die Erwartungen aber auch nicht kochen lassen. „Wir müssen genauso abwarten wie alle anderen. Wenn es erst im Oktober wieder realisierbar ist, muss irgendwann ja auch der neue Pokal beginnen“, so Ritter. „Trotzdem bin ich optimistisch.“

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