TTC-Damen: "Der Aufstieg ist möglich"

Tischtennis: NRW-Liga

Vor dreieinhalb Jahren spielte sie noch in der Regionalliga. Mittlerweile spielt Katharina Adam zwei Klassen tiefer bei den Tischtennis-Damen des TTC Werne. Warum sie dort mehr Spaß hat als im Leistungssport und ob sie dennoch den Aufstieg anvisiert, erzählt sie im Interview.

von Paul Klur

WERNE

, 04.01.2016, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Katharina Adam spielt bei den Tischtennis-Damen des TTC Werne an Position Eins. Mit ihrer Mannschaft gewann sie am Samstag den Pokal des Westdeutschen Tischtennisverbands (WTTV).

Katharina Adam spielt bei den Tischtennis-Damen des TTC Werne an Position Eins. Mit ihrer Mannschaft gewann sie am Samstag den Pokal des Westdeutschen Tischtennisverbands (WTTV).

Am Samstag haben Sie mit Ihrer Mannschaft den WTTV-Pokal gewonnen, herzlichen Glückwunsch! Haben Sie das erwartet? Wir sind auf jeden Fall mit einem guten Gefühl in das Pokalfinale gegangen. In der Liga haben wir schon 8:0 gegen den Finalgegner, den TV Kupferdreh, gewonnen. Da fehlte allerdings eine ihrer stärksten Spielerinnnen. Von daher haben wir schon gedacht, es könnte im Pokal enger werden.

Am Ende stand dann ein 4:1-Erfolg für Werne. Musste Ihr Team sich den Sieg hart erkämpfen? Im Doppel zum Beispiel habe ich einfach keine Kugel getroffen. Unsere Gegner waren sehr gut aufeinander abgestimmt, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt noch kein Spiel gemacht. Denn meine Gegnerin aus dem ersten Einzel war verletzt und konnte nicht spielen. Finja Kaubisch lag in ihrem ersten Spiel auch mehrfach zurück, hat aber am Ende 3:2 gewonnen. Und das, obwohl sie erkältet war.

So ein wichtiges Spiel kurz nach Neujahr - war da die Winterpause kürzer als sonst? In den letzten Wochen konnten wir gar nicht trainieren, die Halle ist während der Schulferien geschlossen. Ich hatte fast vier Wochen keinen Schläger mehr in der Hand. Wenn die Hinrunde vorbei ist, sind wir manchmal aber ganz froh, mal ein bisschen lockerlassen zu können.

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Die Hinrunde ist ja gut gelaufen. Sind Sie zufrieden mit dem dritten Platz in der NRW-Liga? Ja, nur den Anfang haben wir ein wenig verschlafen. Im Laufe der Zeit haben wir aber gemerkt, dass wir gut mithalten können. Deshalb hoffe ich, dass wir vielleicht die Spitzenteams noch mal angreifen können.

Heißt das, Ihr Ziel ist der Aufstieg in die Oberliga? Der Aufstieg ist möglich, zumindest über die Relegation. Der SV Bergheim, der momentan auf Platz eins steht, hat aber wirklich eine Top-Mannschaft. Das wird sehr schwer.

Trauen Sie es Ihrem jetzigen Team denn zu, auch in der Oberliga mitzuhalten? Definitiv. Wir würden nicht oben mitspielen, aber wenn wir in jedem Spiel komplett sind, wären wir gut dabei.

Sie stehen derzeit mit 19 Siegen in 27 Einzeln unter den Top 10 in der Liga. Ist das ein wichtiger Ansporn? Klar ist das schön, aber so etwas ist mir nicht mehr so wichtig wie früher, zu Regionalligazeiten. Vor drei, vier Jahren wollte ich nur so hoch spielen wie möglich. Jetzt spiele ich in Werne in erster Linie, um Spaß zu haben. Hier verstehe ich mich auch abseits des Tisches gut mit meinen Mädels. Wir treffen uns zum Beispiel häufig nach den Spielen, haben im Sommer oft zusammen gegrillt. Dass der Erfolg noch dazu kommt, ist für unser Team dann natürlich besonders schön.

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