TVW-Damen können Aufholjagd in Ahaus nicht mit Erfolg krönen, Herren gehen in Bochum unter

Volleyball: TV Werne

Die Volleyballerinnen des TV Werne müssen gegen den VfL Ahaus die nächste Niederlage hinnehmen. Die Herren unterliegen mit einer Rumpfmannschaft in Bochum deutlich.

von Juri Kollhoff

Werne

, 09.02.2020, 21:47 Uhr / Lesedauer: 3 min
TVW-Damen können Aufholjagd in Ahaus nicht mit Erfolg krönen, Herren gehen in Bochum unter

Aller Athletik zum Trotz: Die Volleyballerinnen des TV Werne (in Blau) gingen in Ahaus leer aus. © Johannes Kratz

Auch im eminent wichtigen Duell mit dem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf VfL Ahaus müssen sich die Volleyballerinnen des TV Werne geschlagen geben. Der Klassenerhalt rückt für die Lippestädterinnen damit immer weiter in die Ferne.

Oberliga-Damen

VfL Ahaus - TV Werne

3:1

(25:23 13:25 25:23 25:20)

Die Volleyballerinnen des TV Werne müssen auch gegen den VfL Ahaus eine 3:1-Niederlage hinnehmen. Damit scheint das Schicksal für die Werner Damen besiegelt, auch wenn Coach Thomas Kubiak betont, dass er mit seinem Team weiter alles versuche, um den drohenden Abstieg abzuwenden. Mit nur noch fünf Partien zu spielen, sind sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz ein enormes Brett.

„Wie schon gegen Gladbeck, konnten wir uns nach einem sehr guten Spiel nicht belohnen“, erklärt Kubiak. Bezeichnend für die Partie war, dass der TV Werne in vier Sätzen zwar mehr Punkte als sein Gegner erzielen konnte, aber dennoch drei Mal entscheidend knapp die Sätze verlor.

Solide Leistung aber keine Punkte

So steht die Mannschaft nach einer soliden Leistung wieder mit leeren Händen da. Wie so oft war das Problem, dass das Team um Kapitänin Annika Böhle in den entscheidenden Momenten im Angriff nicht konsequent genug agierte, zeitweise auch ideenlos und nicht mutig genug spielte. Dass die Mannschaft das Zeug für die Oberliga hat, zeigte sich im zweiten Durchgang, den Werne deutlich 25:13 gewinnen konnte. Ahaus spielte nicht besser, aber abgezockter und cleverer, wodurch die Gastgeberinnen den knappen ersten und dritten Durchgang 25:23 gewinnen konnte.

Im vierten Satz lag Werne schon abgeschlagen 20:10 zurück. Spielerisch funktionierte nicht mehr viel, aber dank starker Aufschläge von Mira Struwe konnte Werne nochmal zu einer Aufholjagd ansetzen. Um die entscheidende Wende herbeizuführen, reichte es aber nicht mehr aus.

Ahaus setzt den Befreiungsschlag

Ahaus brachte seinen Vorsprung über die Ziellinie und konnte damit seinerseits einen wichtigen Befreiungsschlag gegen den Abstieg setzen. „Wir haben dieses wichtige Spiel für den Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Die Liga zu halten, wird jetzt noch schwieriger, aber wir werden weiterhin alles versuchen“, sagte Kubiak.

Die Volleyballer des Werner SC konnten ihrer Favoritenrolle gegen den Tabellenletzten SVE Bochum-Grumme II nicht gerecht werden.

Landesliga-Herren

SVE Bochum-Grumme II - Werner SC

3:1

(27:25, 24:26, 25:16, 25:20)

Dass in dieser Saison nichts normal läuft, hatte Coach Bronek Bakiewicz bereits angekündigt. Und so kam es, wie es kommen musste. Der WSC unterlag gegen Bochum sang- und klanglos 1:3.

Betrachtet man die Voraussetzungen für diese Begegnung, dann erscheint das Ergebnis aber nicht mehr ganz so überraschend. Nach verletzungs- und krankheitsbedingten Absagen von Philipp Jankowski, Bernhard Kruse, Tristan Mai und Peter Pourie blieben Coach Bakiewicz nur sieben Spieler. Da Kapitän Philipp Zurwieden noch als Trainer der Reserve des TV Werne im Einsatz war, konnte er erst im Laufe des Spiels eingreifen. Dafür kamen die beiden jungen Talente John Haase und Jan Lizon vom WSC II mit. Mangels Alternativen stellte sich die Start-6 von allein auf.

Satzbälle bleiben ungenutzt

An die Leistung der Vorwoche konnte Werne zu keinem Zeitpunkt anknüpfen. Die Annahme und das Zuspiel waren zwar gut, aber im Angriff konnte sich der Werner SC einfach nicht entfalten. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit sehr langen Ballwechseln. Besonders ärgerlich war, dass der WSC seine beiden Satzbälle im ersten Durchgang nicht nutzen konnte.

Bakiewicz stellte in der Folge das Spielsystem auf 4:2 um, damit Zuspieler Hoppe auch als Angreifer fungieren konnte. Der Plan schien zu funktionieren. Werne zog davon und erspielte sich einen Vorsprung. Der war aufgrund von Unkonzentriertheiten jedoch nicht von langer Dauer, sodass es wieder spannend wurde. Werne setzte sich diesmal aber knapp durch.

Mehr Eigenfehler

Die Eigenfehler häuften sich nun allerdings, das Fehlen der Stammkräfte war kaum zu kaschieren. Falsche Entscheidungen im Angriff und Nachlässigkeiten in der Verteidigung brachten Bochum auf die Siegesstraße. Auch Kapitän Zurwieden konnte das Blatt nicht mehr wenden, als er Mitte des vierten Satzes eintraf. „Eine bittere Niederlage, da wir dieses Spiel in Normalbesetzung locker gewinnen“, sagte Bakiewicz. „Einziger Lichtblick waren die Auftritte von Jan und John. Die Jungs brauchen zwar noch etwas Zeit, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen, aber sie sind auf einem guten Weg.“

WSC: Marcel Berges, Stephan Hoppe, Christian Hoppe, Sven Linker, Hauke Franek, Robert Zurwieden, John Haase, Jan Lizon, Philipp Zurwieden

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