TVW-Handballerin Denise Heinrich: „Im Rückspiel hauen wir Greven aus der Halle“

Handball-Landesliga

Denise Heinrich spielt sowohl in der A-Jugend als auch in der Damen-Mannschaft der Werner Handballerinnen. Da kann es mit Schule, Arbeit, Sport und Privatem schonmal stressig werden.

Werne

, 04.02.2019, 20:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
TVW-Handballerin Denise Heinrich: „Im Rückspiel hauen wir Greven aus der Halle“

Denise Heinrich ist trotz ihres jungen Alters sowohl bei den Landesliga-Damen als auch in der A-Jugend-Verbandsliga eine der wichtigsten Spielerinnen der TVW-Handballerinnen. © Helga Felgenträger

TV Werne-Handballerin Denise Heinrich (17) quetscht das Interview mit uns gerade so an das Ende ihres Tages - von morgens früh bis abends spät war sie unterwegs, hat vom Wochenende noch zwei Stunden Handballspielen in den Knochen. Das lässt sich die erst 17-jährige Wernerin aber nicht anmerken und spricht ganz entspannt darüber, wie es ist, sowohl in der A-Jugend als auch bei den Damen zu spielen, über ihren Nebenjob und warum sie montags in der Schule manchmal den Arm nicht mehr heben kann.

Mit der Verbandsliga-A-Jugend gab es in Greven am Samstag ein Unentschieden, mit den Damen in der Landesliga am Sonntag eine Niederlage in Bochum. Sie haben aber insgesamt zwölf Tore in den Spielen geworfen. Wie lautet Ihr Fazit zum Wochenende?

Unterm Strich war es nicht erfolgreich. In der A-Jugend-Mannschaft haben wir auch untereinander schon besprochen, dass wir das eigentlich viel besser können. Wir haben uns vorgenommen, Greven im Rückspiel zuhause aus der Halle zu hauen. (lacht)

Sie spielen wie einige Ihrer Teamkolleginnen (Ira Schöße, Lisa Przybilla, Jana Schindelbauer, Myriam Hins, Clara Drohmann, Anm. d. Red.) sowohl bei den Landesliga-Damen als auch in der A-Jugend. Merken Sie bei den Spielen einen Unterschied vom Niveau her?

Teils, teils. Manchmal merkt man schon, dass die Gegnerinnen in der Landesliga körperlich schon weiter sind und auch mehr Erfahrung haben. Die Teams in der A-Jugend-Verbandsliga haben aber auch einiges drauf.

Wie stressig ist es denn, in zwei Mannschaften zu spielen und wie lässt sich das mit der Schule vereinbaren?

Es ist schon anstrengend. Ich gehe in Lünen aufs Berufskolleg und arbeite nebenbei als Kellnerin. Dazu kommen dann noch das Training und die Spiele am Wochenende. Aber ich liebe das Handballspielen, es macht mir einfach Spaß.

Bleibt da überhaupt noch Zeit für was anderes außer Schule, Job und Handball?

(lacht) Nicht so oft. Also es ist schon schön, wenn am Wochenende mal nur ein Spiel ist, da hat man dann mal Zeit für die Familie. Aber wenn wie letztes Wochenende dann auch noch zwei Auswäertsspiele sind, wird es mit der Freizeit schon eng.

Merken Sie es auch körperlich, dass Sie fast jedes Wochenende eine Doppel-Belastung haben?

Manchmal geht es, es gibt aber auch Spiele, nach denen ich es schon richtig merke. Da wache ich dann montags mit einem richtig üblen Muskelkater auf und kann in der Schule den Arm nicht heben (lacht).

Sie sind trotz Ihres jungen Alters schon jetzt eine wichtige Spielerin bei den Landesliga-Damen. Sind Sie sich Ihrer Verantwortung auf dem Platz während eines Spiels bewusst?

Ich glaube, viele bei uns in der Mannschaft haben was drauf. Ich versuche immer, mir von allen anderen etwas abzugucken.

Sie haben in der Winterpause mit Daniela Theisen und Torhüterin Nadine Truppat zwei erfahrene Neuzugänge bekommen. Merkt man den Altersunterschied zwischen den jungen und den älteren Spielern in der Mannschaft?

Ich finde das richtig gut, dass die beiden jetzt dabei sind, die bringen frischen Wind ins Team. Die schauen sich schon beim Aufwärmen den Gegner richtig an und geben uns dann Tipps, auf was wir achten sollen. Nadine hat mir gegen Bochum von der Bank aus immer gesagt, wohin ich bei der gegnerischen Torhüterin werfen soll, das funktioniert super.

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