Verdacht auf Kreuzbandriss bei SV Herberns Torhüter Sven Freitag

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Das wäre ein herber Schlag für den SV Herbern und seinen Keeper. Nach seiner Auswechslung am Sonntag, erhärtet sich der Verdacht, dass Sven Freitag (28) sich schwer verletzt hat.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 11.12.2019, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief immer noch die Anfangsphase im Fußball-Landesliga-Spiel zwischen dem SV RW Deuten und dem SV Herbern, als es passierte. Sven Freitag stand am Sonntag zum siebten Mal in dieser Saison im Kasten des SVH. Bei einem Abstoß in der 12. Minute verdrehte sich sein Knie.

„Ich habe den Ball hinten rausgeschlagen mit meinem rechten Schussbein. Dabei hat sich mein linkes Standbein überdreht und es hat einen Knall gemacht“, berichtet Sven Freitag, wie er die Szene erlebt hat. Für den Torwart ging es noch drei Minuten weiter. „Ich bin dann ein bisschen nach vorne und nach hinten gelaufen und habe dann gemerkt, dass mein Knie komplett instabil war.“

Verdacht auf Kreuzbandriss bei SV Herberns Torhüter Sven Freitag

Julius Höring (l.) und Eric Sabe (3.v.l.) stützen Sven Freitag nach seiner Verletzung. Für den Torwart ging es nach 15 Minuten nicht mehr weiter. © Leistner

Ein Stürmer ersetzt den Keeper im Tor

Es folgte die Auswechslung des Torhüters. Weil auch der andere Herberner Torhüter, Jens Haarseim, privat verhindert war und daher nicht zur Verfügung stand, musste bei den Herbernern Joe Breloh ins Tor - ein gelernter Stürmer (wir berichteten), der seine Sache mehr als gut machte.

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Für die Leistung des Aushilfs-Torwarts hatte Freitag durchweg lobende Worte. „Das hat Joe wirklich überragend gemacht. Ich wusste nicht, dass er überhaupt einen Ball halten kann. Von außen hat man gar nicht gemerkt, dass er kein gelernter Torwart ist“, sagt Freitag schon wieder mit einem Lachen in der Stimme.

Verdacht auf Kreuzbandriss bei SV Herberns Torhüter Sven Freitag

Hier bekam Joe Breloh den Ball ins Gesicht. Nach dem Spiel gab es aber viel Lob für den Aushilfs-Torwart. © Leistner

Schubladentest verheißt nichts Gutes

Auf der Auswechselbank wurde Freitags Knie dann sehr schnell sehr dick. Dann kamen schnell auch Schmerzen dazu. „Ich war danach beim Arzt. Die Schwellung war schon enorm. Der Arzt hat gesagt, dass wahrscheinlich etwas gerissen ist und hat einen Schubladentest gemacht.“ Das ist eine Prüfung des Knies auf Stabilität der Bänder.

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„Das fühlte sich nicht sehr gut an“, so Freitag weiter, der seinen Körper inzwischen kennt. Denn für den 28-Jährigen wäre es nicht die erste schlimme Verletzung. „In den letzten acht Jahren war ich komplett beschwerdefrei. Davor hatte ich aber schon mal zwei Kreuzbandrisse - einmal links, einmal rechts. Dazu einen Meniskusschaden im rechten Knie. Zum Glück habe ich jetzt die ganze Zeit Ruhe gehabt.“

MRT-Termin in der kommenden Woche

Ob es sich bei der neuen Verletzung tatsächlich um einen Kreuzbandriss handelt, konnte Freitag am Mittwoch noch nicht zu 100 Prozent bestätigen. „Ich habe in der kommenden Woche erst noch einen MRT-Termin. Dann weiß ich mehr. Vielleicht habe ich ja Glück und es ist nur etwas am Innenband oder am Meniskus. Aber vom Gefühl her, glaube ich schon, dass es etwas schlimmer ist und ich operiert werden muss.“

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Für seinen Trainer Holger Möllers ist der erste Verdacht eine Hiobsbotschaft: „Das ist für uns total niederschmetternd“, sagte er am Mittwochnachmittag. „Ich will nicht spekulieren, aber bei so einer schlimmen Geschichte wäre wohl nicht nur Svens Saison beendet - womöglich fällt er bis zu einem ganzen Jahr aus.“

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