Vier Monate Sperre für Monssor Monssor

Kreisspruchkammer

Eine Schuld hat die Kreisspruchkammer Lüdinghausen Dienstagabend Monssor Monssor nicht nachweisen können. Trotzdem bekam der Spieler des Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne eine viermonatige Sperre aufgebrummt. Die Verantwortlichen der Eintracht beraten in den kommenden Tagen, ob sie gegen das Urteil vorgehen.

NORDKIRCHEN

von Von Thomas Schulzke

, 05.11.2013, 22:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eintracht Werne, hier mit Monssor Monssor am Ball (l.), gewann gegen den SV Stockum mit Ömer Eliyazici. Foto: Nitsche Eintracht Werne SV Stockum Monssor Monssor Ömer Eliyazici

Eintracht Werne, hier mit Monssor Monssor am Ball (l.), gewann gegen den SV Stockum mit Ömer Eliyazici. Foto: Nitsche Eintracht Werne SV Stockum Monssor Monssor Ömer Eliyazici

Er führte weiter an, dass er Libanese sei und gar kein türkisch sprechen könne. Er gab aber zu, dass er nach dem Platzverweis auf arabisch geflucht habe und emotional erregt gewesen sei. Die einzigen drei anwesenden Zeugen Karsten Senne (Trainer SC Capelle), Manuel Lachmann (Kapitän SC Capelle) und Muris Mujkanovic (Trainer Eintracht Werne) bestätigten indes die Ausführungen des Referees nicht. Sie hätten viel zu weit von Monssor Monssor und Pala entfernt gestanden, um zu verstehen, was gesagt wurde. Drei weitere Zeugen fehlten unentschuldigt. Nach einer 15-minütigen Beratungszeit gab die Kreisspruchkammer um den Vorsitzenden Ludger Rüschenschmidt bekannt, dass der Eintracht-Spieler bis zum 19. Februar 2014 kein offizielles Fußballspiel mehr bestreiten darf.

Die Begründung: „Die Vorwürfe des Schiedsrichters konnten durch die Aussagen der Zeugen nicht entkräftet werden“, sagte Rüschenschmidt. Er sah die Vorwürfe der Beleidigung und der Bedrohung als erwiesen an. Zehn Tage hat der Klub jetzt Zeit, um gegen das Urteil anzugehen. Ansonsten ist es rechtskräftig. Monssor muss mit weiteren Strafen rechnen. Pala hat aufgrund der angeblichen Beleidigungen Strafanzeige bei der Kreispolizeibehörde Coesfeld erstattet. Das bestätigte Polizeipressesprecher Martin Pollmann. Auch zivilrechtlich will Pala gegen Monssor vorgehen.  

Lesen Sie jetzt