Volleyball: "Sieg teuer erkauft"

WERNE Nächstes Spiel, nächster Sieg. Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne bleiben weiter ungeschlagen. Beim VC Paderborn fuhr das Team von Coach Bernd Purzner einen ungefährdeten 3:0-Erfolg ein. Aber es gab einen Wermutstropfen, der fast schwerer Wog als der Sieg.

von Von Diane Fante

, 21.01.2008, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Volleyball: "Sieg teuer erkauft"

Oberliga 2

VC Paderborn - TV Werne 0:3 (16:25, 23:25, 13:25) - Die Oberligadamen befinden sich weiterhin als Tabellenerster allein auf dem sonnigsten Platz der Liga - auch bei andauernder winterlicher Tristesse. Ein wenig unter Zugzwang fühlten sich die Wernerinnen schon, nachdem sie bereits wussten, dass ihnen ihr ergster Konkurrent Haltern weiter dicht auf den Fersen bleibt.

Ein 3:0 sollte es also werden und es blieb kein Wunschdenken. Eine "ganz hervorragende Leistung", bescheinigte Purzner seinen Schützlingen in der 70 minütigen Partie. Die druckvollen Aufschläge der Werner bereiteten viele Punkte vor. Nur vom Paderborner Block, der bestens stand, kassierten sie ein paar Gegenpunkte zuviel.

Aber darauf stellten sich die TVer im Laufe des ersten Satzes ein und sicherten dann vorausschauend. Alles lief gut, stellenweise wohl zu gut. Denn nach überlegenem Spielbeginn, gefolgt von einer komfortablen Führung, gingen es die TVer im zweiten Durchgang etwas lockerer an.

Zwei Auszeiten und zwei Wechsel verpuffen - fast

Nachdem sie eine acht Punkte-Führung erspielt hatten, hielt der Schlendrian Einzug ins TV-Spiel. Zwei Auszeiten und Wechsel änderten nichts daran, dass sich Paderborn gefährlich näherte. "Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir den Satz abgegeben hätten", so Purzner.

Den Paderborner Warnschuss hatten die Wernerinnen vernommen, einen Satzverlust wollten sie unbedingt vermeiden und drehten noch einmal richtig auf. Allerdings folgte im dritten Satz eine Schrecksekunde: Beim 14:8 rasselte Nina Rieger mit einer Gegenspielerin zusammen, verletzte sich am Sprunggelenk - Spielunterbrechung und ärztliche Versorgung inklusive.

Der TV gab sich keine Blöße und nahm Paderborn auseinander. "Den Sieg haben wir mit Ninas Verletzung aber teuer erkauft", so Purzner.

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