Volleyballer beklagen sich über angeblich zu niedrige Temperaturen

Linderthalle

Von unterirdisch tiefen Temperaturen in der Linderthalle sprechen die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TV Werne. Die Spielerinnen der 2. Mannschaft haben sich in einem Brief an die Ruhr Nachrichten darüber beschwert, dass die Halle viel zu kalt sei.

WERNE

von Von Thomas Schulzke

, 13.11.2012, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch den Zuschauern sei es zu kalt, und die sollen in Winterjacken auf der Tribüne sitzen. In regelmäßigen Abständen werde die Mannschaft von Zuschauern und Gegnern angesprochen, dass ihnen zu kalt sei. Einige Besucher sollen die Halle sogar vorzeitig vor Spielende verlassen haben.Beschwerde kommt überraschend

Die Einschätzung des Teams bestätigt auch Bronek Bakiewicz, Trainer des Volleyball-Verbandsligisten Werner SC. "Es ist einfach zu kalt. Wir frieren. Unser Gegner aus Bielefeld hat die Linderthalle mal kurz in die 'Bofrost-Arena' umgetauft, so kalt war ihnen." Für Frank Adamietz, Leiter der Kommunalbetriebe Werne, kommt die öffentliche Beschwerde der Klubs überraschend. "Bei uns hat sich noch kein Verein gemeldet. Niemand hat sich über eine zu kalte Halle beschwert."Mit langen Hosen und Sportjacken

Die mittlere Temperatur in der Linderthalle liege bei 17 Grad Celsius. Ein Wert, der laut des internationalen Volleyball-Verbandes akzeptabel ist. "Die Statuten sagen, dass die Hallen nicht kälter als 16 Grad Celsius und nicht wärmer als 25 Grad Celsius sein dürfen", erklärt Fritz Hacke, Regionalspielwart West.

Trotzdem erklärt Stefan Jäger, Coach des Volleyball-Regionalligisten TV Werne, dass die Temperaturen in der Linderthalle nicht akzeptabel seien. "Wir trainieren in der Halle mit langen Hosen und Sportjacken. Anders geht es nicht." Als er zuletzt eine Partie der 2. Mannschaft pfiff, sei ihm fast die Hand eingefroren. "Unsere Gegner sprechen uns immer wieder auf die viel zu kalte Halle an. Es sei die kälteste Halle der gesamten Liga", sagt Jäger. Ein Gästeteam lieferte den ironischen Kommentar: "Warum spielen wir nicht draußen auf dem Beachfeld, da ist es schließlich wärmer." So steht es im Brief der 2. Mannschaft.

Frank Adamietz nimmt die Aussagen der Klubs ernst und wird am heutigen Mittwoch eine Raumtemperaturmessung in der Linderthalle durchführen lassen. "Wir werden die vorgegebene mit der tatsächlichen Hallentemperatur vergleichen. Abweichungen dürfte es aber nicht geben, weil wir eine ganz neue Heizungsanlage haben", sagt Adamietz. Sollte es aber eine Differenz geben, werde die Temperatur gleich neu geregelt.

 

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