Vor der Simjü-Pause: Werner SC baut Tabellenführung durch Sieg gegen SG Borken aus

mlzFußball: Landesliga 4

Der Werner SC hat den Ausrutscher aus der Vorwoche schon wieder vergessen - und am Sonntag gegen die SG Borken durch einen Sieg die Tabellenführung ausgebaut. Einfach war das nicht.

von Marcel Schürmann

Werne

, 20.10.2019, 20:20 Uhr / Lesedauer: 2 min


Landesliga 4
Werner SC - SG Borken 1:0 (1:0)

„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey...“, schallte es zehn Minuten nach Abpfiff unüberhörbar aus dem Werner Kabinentrakt. Das Team von Lars Müller fuhr im elften Saisonspiel den neunten Sieg ein. Und weil Westfalia Kinderhaus erneut unerwartet gegen den Aufsteiger und „Favoritenschreck“ Deuten verlor, baute der WSC die Tabellenführung sogar aus, hat nun vier Zähler Vorsprung – auf den SV Mesum, der sich durch einen Sieg am Samstag gegen den SV Dorsten-Hardt an Kinderhaus vorbeischob.

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Bis zu den Jubelarien war es aber ein hartes Stück Arbeit für die Werner Spieler auf einem extrem schnellen Rasen. Bei unfassbar schlechtem Wetter. „Es war einfach viel zu viel Wasser auf dem Platz, um schönen Fußball zu spielen“, sagte WSC-Coach Lars Müller nach Spielende.

Den besseren Start erwischten die Gäste mit der ersten guten Aktion im Spiel. Einen Schuss im Werner Strafraum konnte Burak Katirci so gerade eben noch von der Linie klären. Der WSC hatte zwar deutlich mehr Spielanteile, und presste, wie in dieser Saison schon häufig gesehen, sehr früh. Großchancen waren zunächst jedoch Mangelware.

Erst in der 34. Minute war es Jannik Prinz, der seinen Gegenspieler mit seiner letzten Aktion alt aussehen ließ. Er drehte sich einmal um die eigene Achse, nahm den Kopf hoch, flankte an den langen Pfosten zu Daniel Durkalic, der sträflich frei gegen die Laufrichtung des Borkener Schlussmanns köpfte. Am zweiten Pfosten lauerte Henry Poggenpohl, der den Ball zum Tor des Tages über die Linie drückte. Sein bereits fünftes Saisontor. Prinz musste in der Folge ausgewechselt werden, war zuvor auf sein Steißbein gefallen. Für ihn kam Marvin Schuster in die Partie.

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Im zweiten Durchgang hatte der WSC weiterhin mehr vom Spiel, suchte in Person von Schuster, Durkalic und Marvin Stöver oft den Abschluss, die Werner vergaben jedoch allesamt. Auf der anderen Seite hatte der eingewechselte Justin Keizers in der Schlussphase die beste Borkener Chance in Halbzeit zwei. Sein Schuss von der Strafraumkante flog knapp am Tor vorbei.

„Wir haben das Spiel beherrscht – auch in Unterzahl haben wir wenig zugelassen“, sagte Lars Müller. In der 79. Minute hatte Jawad Foroghi die Ampelkarte gesehen. Für ihn war es bereits der zweite Platzverweis in dieser Saison. Unglücklich: Müller wollte Foroghi Sekunden zuvor noch auswechseln. „Ich wollte ihn runternehmen, um ihn vor einem Platzverweis zu schützen. Leider hatte ich den Gedankengang eine Unterbrechung zu spät“, so Müller. Und weiter: „Da müssen wir einfach cleverer sein. Es passiert uns diese Saison einfach zu oft, dass wir wechseln müssen, weil wir gelb-rot-gefährdet sind. Das gilt aber für alle Spieler. Das darf uns in der Häufigkeit nicht passieren.“

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Am Ende blieb die Ampelkarte ohne Folgen. Und das Spiel sollte schließlich auch mit einer geraden Anzahl an Spielern zu Ende gehen. In der Nachspielzeit sah Borkens Jonas Weid wegen einer Notbremse an Marvin Schuster noch die Rote Karte.

Weiter geht‘s für den WSC bereits am Donnerstag, wenn es zu Davaria Davensberg im Kreispokal geht. Am Simjü-Wochenende ist der WSC dann spielfrei – und ganz sicher weiterhin Tabellenführer.

Werner SC: Hoppe – Katirci (85. Vertgewall), Martinovic, Link, Holtmann – Poggenpohl (81. Cirak), Foroghi Stöver – Runde, Prinz (35. Schuster), Durkalic

Tore: 1:0 Poggenpohl (34.)

Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot gegen Foroghi (WSC) wegen wiederholten Foulspiels (79.), Rot gegen Weid (Borken) wegen Notremse (90.)

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