Wächst im Dahl bald Rasen aus der Asche?

Vorbild aus Lüdinghausen

Bekommen Wernes Fußballer einen weiteren Naturrasenplatz? Ein entsprechender Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft Werne (UWW) wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am 23. Februar diskutiert. Möglicherweise wird ein Ascheplatz zu einem Rasenplatz umgewandelt.

WERNE

, 17.02.2016, 06:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Mit Ausnahme des Tennenplatzes Stockum (Baujahr 1974), der zuletzt 2009 mit einer aufwendigen Renovation in Stand gesetzt wurde, befinden sich die Tennenplätze im Dahl (1973/1990) in keinem guten Zustand", heißt es in der Ausschussvorlage. Durch die feine Körnung der Plätze entstünden schnell große Pfützen. Zudem sei die Dränage des Ascheplatzes Dahl I beschädigt.

Entsprechend kommt für eine Umwandlung nur der Platz "Dahl II" infrage. Als Beispiel führt die UWW in ihrem Antrag einen ähnlichen Vorgang aus Lüdinghausen an. Mit relativ geringem finanziellem Aufwand wurde der Ascheplatz von Union Lüdinghausen in einen Naturrasen umgewandelt. Rund 9000 Euro hat der Vorgang gekostet. Allerdings: Der Verein verfügt neben drei Rasenplätzen auch über einen Kunstrasenplatz. Und damit ist gewährleistet, dass der Trainingsbetrieb ganzjährig aufrecht erhalten werden kann.

Notwendige Alternative

"Wenn man eine Alternative hat, die den Trainings- und Spielbetrieb ganzjährig sichert, ist das eine sehr gute Idee", sagte Mario Pongrac, Trainer von Union Lüdinghausen. Ansonsten habe der Verein auch auf dem umfunktionierten Platz mit den üblichen Problemen eines Kunstrasenplatzes zu kämpfen. "Bei Regen wird der Platz schnell seifig. Und bei Dauerregen ist er genauso wenig bespielbar wie ein normaler Naturrasen", so Pongrac. Ist die Witterung jedoch trocken, sei der Platz sehr wohl geeignet für den Trainings- und Spielbetrieb. "Der Rasen hat ein sattes Grün, ist fest und gut gewachsen", so Pongrac weiter. Ebenso gelte jedoch, dass der Verein den Platz in den Wintermonaten vornehmlich in Ruhe lasse.

Eintracht Werne, auf dessen Anlage aus Asche Naturrasen werden könnte, hatte ursprünglich einen Antrag auf den Bau eines Kunstrasenplatzes eingereicht. "Sobald es die finanzielle Situation zulässt", so Harald Wohlfahrt, erster Vorsitzender des Klubs. In einem Antwortschreiben an den Verein schlug Bürgermeister Lothar Christ die jetzt zu diskutierende Variante vor. "Wir sind froh über jede positive Sache, die bei uns passiert", so Wohlfahrt. Gleichwohl löse der Umbau die Probleme des Vereins nicht.

Heißt: Bei Dauerregen oder heftigen Schauern bleibe die Gefahr von Spielabsagen treuer Wegbegleiter der Eintracht. "So wie die Plätze aussehen, wenn es regnet, sind sie kaum bespielbar. Das, was dann auf dem Platz passiert, hat mit Fußball nicht wirklich viel zu tun. Und auch den Spielern macht es dann keinen Spaß", so Wohlfahrt.

"Die Verwaltung spricht sich dafür aus, einen Tennenplatz in einen Naturrasenplatz umzuwandeln", heißt es in der Ausschussvorlage. Und weiter: "Nach Umsetzung der Maßnahme könnte im Zusammenspiel mit dem jeweils im Sportzentrum Stockum oder dem Sportzentrum Dahl vorhandenen Naturrasenplatz eine Ausweitung der Nutzungszeiten für den Trainings- und Spielbetrieb ermöglicht werden, soweit es die Witterung zulasse." Die Wintersperre beschränkt sich dann auf die spielfreie Zeit.

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