Wegen des Coronavirus wird aus Annika Böhles großem Abschied eine kleine Fotostory auf Social Media

Corona-Krise

Eigentlich sollte Annika Böhle, Volleyballerin des TV Werne, vor heimischem Publikum gebührend verabschiedet werden. Aufgrund des Coronavirus bleibt ihr nur ein leises Tschüss auf Social Media.

von Juri Kollhoff

Werne

, 25.03.2020, 09:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Annika Böhle wird vermutlich kein Spiel mehr für den TV Werne bestreiten.

Annika Böhle wird vermutlich kein Spiel mehr für den TV Werne bestreiten. © Helga Felgenträger

Annika Böhle ist die Kapitänin der Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne. Seit 25 Jahren spielt sie für ihren Herzensverein Volleyball, davon acht als Kapitänin ihres Teams. Zunächst für die Werner Reserve, die nachdem sich das damalige Werner Bundesligateam auflöste, zur neuen ersten Mannschaft wurde. Mit ihren Mitspielerinnen spielte sie sich im Laufe der Jahre von der Bezirksliga in die Oberliga und erlebte dabei Höhen und Tiefen. Die Aufstiege überwogen dabei eindeutig.

Am vergangenen Wochenende hätte die 31-Jährige ihr letztes Heimspiel in der Werner Linderthalle gespielt und sich gerne von ihrem Publikum verabschiedet. Corona macht ihr dabei einen Strich durch die Rechnung. „Das Spiel gegen Schwerte wäre ein schöner Rahmen für die Verabschiedung gewesen. Das ist ein Team, gegen das man schon so oft gespielt hat“, sagte Böhle. „Ich fand auch gut, dass es für uns noch bis zum letzten Spieltag um etwas ging. So hätte ich nicht im Mittelpunkt gestanden, sondern der Kampf gegen den Abstieg.“

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Durch die Unterbrechung der Saison blieb der Kapitänin nur noch die Möglichkeit sich über Social Media für die schöne Zeit zu bedanken. Mit einer Fotostory ließ sie dabei die Jahre Revue passieren und dankte allen Weggefährten.

„Eigentlich wollte ich mich bei viel mehr Menschen bedanken“

„Leider konnte ich nur zwanzig Leute markieren. Eigentlich wollte ich mich bei viel mehr Menschen bedanken“, sagte die Mittelblockerin. „Über all die Jahre habe ich so tolle Leute kennenlernen dürfen. Mit einem Spiel wäre die Abschiedstour vollständig gewesen. Aber es ist jetzt einfach eine besondere Situation.“

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Böhle hat vor, weiterhin im Training zu bleiben und bleibt dem Verein und auch der Mannschaft als Vorsitzende sowieso sehr nah. Den Stress, eine weitere Saison zu spielen, möchte sie sich aber nicht mehr antun. Dafür setzt sie jetzt andere Prioritäten. Am 1. Mai soll ihre Hochzeit stattfinden, die aufgrund der aktuellen Situation aber auch noch nicht absehbar ist.

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Wie es mit ihrem Oberligateam weitergeht, ist auch noch unklar. Hier wird der Verband voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Entscheidung fällen. Dass die ausgefallenen Spiele nachgeholt werden, gilt als sehr unwahrscheinlich.

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