Weitere Leistungsträgerin verlässt den SV Herbern - Rückzug möglich

mlzSV Herbern

Es sind schwierige Zeiten für die Landesliga-Damen des SV Herbern. Nach Laura Brockmeier verlassen zwei weitere Stammspielerinnen den Verein - auch ein Rückzug in die Bezirksliga ist im Gespräch.

Herbern

, 14.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachrichten werden nicht besser für die Landesliga-Damen des SV Herbern. Zwar haben sie mit Detlef Mack einen erfahrenen neuen Trainer gewonnen. Doch schon der Abgang von Kapitänin und Leistungsträgerin Laura Brockmeier war bereits der erste herbe Rückschlag für die Damen. Jetzt verlassen zwei weitere Stammspielerinnen den Verein.

Jetzt lesen

Julia Jakovljevic ist in der kommenden Saison beruflich zu stark eingebunden, Julia Rummler wechselt zurück zu ihrem Heimatverein, dem A-Ligisten TuS Ascheberg. Toni Brockmeier, Abteilungsleiter Damen, bedauert besonders Rummlers Abgang - kann ihn aber auch verstehen.

„Eine enorme Stütze und Leistungsträgerin“ verlässt den SV Herbern

„Sie war für uns natürlich eine enorme Stütze und Leistungsträgerin in der letzten Saison und hat immer geliefert“, sagt er. „In Ascheberg wird sie sich ja auch in der Liga verschlechtern. Aber sie spielt dort mit vielen Freunden von früher, da kann man die Entscheidung durchaus nachvollziehen.“

Julia Rummler spielt in der neuen Saison für den TuS Ascheberg.

Julia Rummler spielt in der neuen Saison für den TuS Ascheberg. © David Döring

Dennoch macht das die ohnehin schon schwierige Kaderplanung nicht gerade einfacher. Zwar sei man in Gesprächen, bis es dort zu einem Ergebnis komme, werde aber wohl noch einige Zeit vergehen, so Brockmeier. „Aufgrund von Corona hat man ja keinen Stress - aber eben auch keine Planungssicherheit“, sagt er.

Derzeit sieht es wohl aus, dass die Herbernerinnen mit einem sehr jungen Kader in die neue Saison gehen. Viele Mädchen aus der eigenen starken B-Jugend werden wohl in den Kader der Damenmannschaft aufrücken. „Da muss man mal schauen, wer von denen schon Verantwortung übernehmen kann“, so Brockmeier.

Jetzt lesen

Überfordern wolle man die Mannschaft aber auf keinen Fall - deswegen stehen auch drastische Lösungsansätze zur Diskussion. „Natürlich haben wir auch darüber gesprochen, in die Bezirksliga zurückzugehen“, bestätigt Brockmeier. „Die sportlichen Ambitionen stehen derzeit einfach nicht an erster Stelle. Es muss erstmal wieder Spaß machen - dann kommt der Rest von ganz alleine.“

Deshalb mahnt der Abteilungsleiter auch zur Geduld. „Ich glaube, dass die Situation sich ohnehin noch ändern wird“, sagt Brockmeier. „Da wird es einige Mannschaften geben, für die die Luft dünn wird aufgrund der Pandemie, davon bin ich überzeugt.“

Jetzt lesen

Immerhin: Der neue Trainer Detlef Mack hat mittlerweile bereits die Mannschaft kennengelernt. Ein paar Mal durften die Damen nun bereits wieder zum Kicken auf den Trainingsplatz - wenn auch mehr zum Spaß. „Es ist ein Freizeitkick erstmal. Aber da bekommen die Mädels, die sich vielleicht noch unsicher sind, ein gutes Bild vom neuen Trainer und dem, was sich bei uns entwickelt“, so Brockmeier zuversichtlich.

Lesen Sie jetzt