Wer wird die langfristige Nummer Eins beim Werner SC?

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Jorma Hoppe war in der Hinrunde die klare Nummer Eins beim Werner SC. Beim Derby gegen Herbern erhielt Manuel Linke nun den Vorzug. Ist der Kampf ums Tor also neu eröffnet?

von Hendrik Skirde

Werne

, 10.03.2020, 14:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim 1:1 des Werner Sportclubs gegen den SV Herbern stand Manuel Linke zwischen den Pfosten des WSC. Jorma Hoppe musste dafür auf der Bank platznehmen.

Die beiden Spiele zuvor gegen Altenberge und Senden verpasste Hoppe urlaubsbedingt. Die Entscheidung, Linke spielen zu lassen konnte er nachvollziehen.

„Ich war zwei Wochen im Urlaub und habe danach natürlich noch nicht so viel trainiert. Da ist es klar, dass Lars Manuel spielen lässt. Ein wenig enttäuscht war ich aber auf jeden Fall“, sagte Hoppe. WSC-Trainer Lars Müller sieht das ähnlich: „Jorma hat in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen wenig trainiert. Dann hat Manu seine Chance bekommen.“

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Diese Chance nutzte Linke und empfahl sich für mehr Spielzeit. „Wenn man seine drei Spiele anschaut, sieht man, dass er nur drei Gegentreffer bekommen hat, von denen zwei Elfmeter - also geschenkt - waren.“, so der Trainer. Das Gegentor im Derby gehe natürlich auf seine Kappe, aber dafür habe er in der zweiten Hälfte mehrmals sehr gut pariert.

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Auch Linke nahm die Schuld auf sich. „Den Ball muss ich halten. Ich habe die Situation falsch eingeschätzt“, so der Keeper. Dennoch habe er sich schnell wieder gefasst.

In der zweiten Halbzeit zeigte Linke dann, warum er den Vorzug vor Hoppe bekam. „Ich habe uns in der zweiten Hälfte dann auch vor dem zweiten und dritten Gegentor bewahrt.“, sagte ein selbstbewusster Linke. Hoppe nahm Linke in Schutz. „Jedem Keeper kann so ein Patzer passieren. Danach hat er ja wieder richtig stark gehalten“, so Hoppe.

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Für beide Keeper sei der Anspruch da, regelmäßig zwischen den Pfosten zu stehen. Der Kampf um den Platz in der Startelf dürfte also spannend werden.

„Die Bank ist nicht mein Anspruch. Der Konkurrenzkampf ist auf jeden Fall da, aber Manu und ich verstehen uns gut und spornen uns gegenseitig an“, sagte Hoppe. Linke pflichtete ihm bei: „Das worum es letztenendes geht, ist es auf dem Platz zu stehen. Das sollte immer der Anspruch eines Spielers sein und natürlich ist man demoralisiert, wenn man dann nur auf der Bank sitzt.“

Manuel Linke zeigte in den vergangenen Spielen überzeugende Leistungen.

Manuel Linke zeigte in den vergangenen Spielen überzeugende Leistungen. © Jura Weitzel

Für das kommende Spiel gegen Westfalia Gemen wollte sich Müller nicht in die Karten schauen lassen. „Wir müssen sehen, wie Jorma und Manu unter der Woche trainieren. Auch Henrik Pollak ist als Nummer Drei sehr gut. Ich habe mich für Sonntag noch nicht festgelegt“, so Müller.

Mit Müller habe man noch keine Gespräche über die Torwartsituation geführt sagten Hoppe und Linke. Der Kampf ums Tor bleibt beim Werner SC also weiterhin offen und spannend.

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