Werne kann „einen draufsetzen“

Fußball: Landesliga 4

Der Werner SC hat am Sonntag die Chance, gegen Viktoria Heiden in der Landesliga zum fünften Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben.

Werne

, 11.11.2017, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hacke, Spitze allein wird gegen Heiden nicht reichen. Der Gegner steht hinter dem WSC, will den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren. Daniel Durkalic (r.) und Co. dürfen sich also auf eine kampfbetonte Partie einstellen.

Hacke, Spitze allein wird gegen Heiden nicht reichen. Der Gegner steht hinter dem WSC, will den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren. Daniel Durkalic (r.) und Co. dürfen sich also auf eine kampfbetonte Partie einstellen. © Greis

Nach den beiden Unentschieden gegen Burgsteinfurt und Herbern (0:0, 2:2) legte der WSC zuletzt einen 3:1- und einen 2:0-Sieg gegen Coesfeld und Gemen nach. Klar, was Trainer Lars Müller am Sonntag im Heimspiel gegen Westfalenliga-Absteiger Viktoria Heiden fordert. „Wir können auf die sportliche Entwicklung der Vorwochen noch einen draufsetzen“, sagt Müller. Bis auf das zwischenzeitliche 0:1 gegen Altenberge habe seine Mannschaft sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die acht Punkte aus den letzten vier Spielen sprechen dafür. Und auch vor dem Altenberge-Spiel holte Werne gegen Senden und Lengerich vier Punkte.

Der Lohn dafür: Der WSC steht derzeit auf Rang zwölf mit 15 Punkten und hat den kommenden Gegner überholt. „Heiden spielt sicher unter ihren Erwartungen. Die müssen uns auch schlagen, um punktgleich mit uns zu sein und nicht weiter abzurutschen“, sagt Müller über den 14. der Tabelle, der zwölf Zähler aufweist. Mit einem Sieg würde Werne wieder einen direkten Konkurrenten distanzieren. „Es kann ein guter Spieltag für uns werden, weil Lengerich parallel gegen Gemen spielt“, sagt Müller. Gemen ist punktgleich mit Heiden auf dem 13. Rang.

Neuer Trainer

Beim Gegner hat sich in den vergangenen beiden Wochen aber einiges getan. Trainer Harald Katemann ist weg, Thomas Benning hat bereits zum Derby gegen die SG Borken übernommen, das 1:4 verloren ging. „Da war wohl die Zeit zu knapp“, sagt Benning, der bis zum Spiel in Werne aber schon „ein, zwei Dinge“ ändern will.

Der 33-Jährige hat zuletzt in der Bezirksliga bei Borken-Hoxfeld, seinem Heimatverein sporadisch als Spieler ausgeholfen. „Die sind Letzter. Überall wo ich bin, ist Abstiegskampf“, sagt Benning und lacht. In Heiden wird er nur Trainer sein. Erste Erfahrungen als Coach hat er bereits mit 23 Jahren gemacht, als er über fünf Jahre lang Spielertrainer in Hoxfeld war. „Wir haben uns vernünftig von Harald Katemann getrennt. Thomas hätte nach der Saison sowieso übernommen. Das haben wir vorgezogen“, sagt Heidens sportlicher Leiter Thomas Müller. Der neue Viktoria-Trainer kann mit dem WSC wenig anfangen: „Ich habe mir sagen lassen, dass das eine eingeschworene und kampfstarke Truppe ist“, sagt Benning, der auch vom körperlich fordernden Kunstrasen gehört hat. Der kommt vor allem Stürmer Markus Seyer (sieben Tore) und Timo Gremme nicht entgegen. Beide haben Knieprobleme, könnten ausfallen. Mit Alexander Robers (Grippe) könnte ein dritter Stammspieler ausfallen.

Hennes fehlt

Beim WSC hat Lars Müller keinen Grund seine Elf zu ändern, muss es aber, weil Dominik Hennes beruflich fehlt. Chris Thannheiser hat Donnerstag erstmals wieder komplett trainiert, Mondrian Runde gar nicht, weil er krank war. Bei beiden kam es auf das Abschlusstraining am Freitag an. „So wie Jannik Prinz es Sonntag gemacht hat: Eingewechselt, Pfostenschuss, zwei Treffer – das kann man auch schlechter machen“, sagt Müller und weiß um eine weitere exzellente Option im Offensivbereich.


Anpfiff: Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasen im Lindert, Kardinal-von-Galen-Straße, 59368 Werne

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