Werner SC ist zurück auf dem Boden der Tatsachen, kann aber nochmal angreifen

mlzHinrundencheck

Über die meiste Zeit der Hinrunde stand der Werner SC an der Tabellenspitze der Landesliga. Das war vor der Saison so nicht abzusehen. Zuletzt gab es aber drei Niederlagen in Serie.

von Carl Brose

Werne

, 20.11.2019, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Zuerst an der Reihe: Landesligist Werner SC, der in der vergangenen Woche auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Aktuelle Lage: Nach einem furiosen Saisonstart wurden dem Werner SC in den vergangenen Spielen die Grenzen aufgezeigt. Nach 13 Partien standen die Werner noch überraschend an der Tabellenspitze der Landesliga. Nach Niederlagen gegen die Topmannschaften Westfalia Kinderhaus (1:3) und den SV Mesum (0:3) steht die Mannschaft aktuell auf dem vierten Tabellenplatz.

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Stärken: In Werne steht eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz, die sich weiterentwickeln will und die Vorgaben des Trainers vorbildlich umsetzt. Neben dem Talent bringt die Mannschaft aber auch eine große Zusammengehörigkeit mit. Viele Spieler haben bereits in den Jugendmannschaften zusammengespielt und kennen sich seit vielen Jahren.

Baustellen: Die vielen jungen Spieler bringen zwar einiges an Entwicklungspotenzial mit, aber gleichzeitig fehlt es der Mannschaft in manchen Momenten noch an Erfahrung. Gerade in der aktuellen Phase, nach drei Niederlagen in Serie, steht das Team vor einer Reifeprüfung.

Beste Partie der Hinrunde: Ganze neun Siege hat der Werner SC in der Hinrunde bereits geholt. Aber der Derbysieg gegen den SV Herbern ragt dabei hinaus. Im wohl wichtigsten Spiel der Saison war die Mannschaft auf den Punkt da und errang vor beeindruckender Kulisse einen 3:1-Sieg gegen den Lokalrivalen. Für Werne war es der erste Derbysieg in der Landesliga.

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Schlechteste Partie der Hinrunde: Am 13. Spieltag fuhr Werne als Tabellenführer und mit jeder Menge Selbstvertrauen zum Spiel gegen Eintracht Ahaus aus dem Tabellenmittelfeld. Nach 90 schwachen Minuten fuhr der WSC mit einer überraschend deutlichen 1:4-Niederlage im Gepäck wieder zurück. Es war einer der wenigen schlechten Auftritte der Mannschaft in der Hinrunde.

Bester Torjäger: Daniel Durkalic führt mit sechs Treffern die mannschaftsinterne Torschützenliste an. Das Werner Urgestein überzeugt vor dem Tor mit seiner Erfahrung und einem guten Torriecher. Als Kapitän ist der Stürmer auf dem Platz auch als Führungsspieler gefragt.

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Spieler der Hinrunde: Der jüngste Spieler beim Werner SC ist gleichzeitig die größte Konstante. Als einziger Akteur absolvierte Nico Holtmann alle Saisonspiele in der Hinrunde. Im vergangenen Winter wechselte der 19-Jährige aus der U19 von Preußen Münster nach Werne. Der Innenverteidiger hat sich schnell an den Herrenfußball gewöhnt und sich zu einem echten Leistungsträger in der Defensive entwickelt.

Ausblick und Prognose: Die Meisterschaft ist für Werne nicht realistisch, das haben die vergangenen Spiele gegen die Topmannschaften der Liga gezeigt. Trotzdem wird die Mannschaft auch in der Rückrunde eine gute Rolle spielen und sich in der oberen Tabellenregion festsetzen.

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