Werner SC verliert die Ordnung

Fußball

Vor zwei Wochen hatte der Werner SC noch mit 4:2 gegen Eintracht Ahaus geführt - dann kam der Schnee und damit der Spielabbruch. Im Nachholspiel reichte ein Stürmer mit einer außergewöhnlichen Torserie aus, um Werne mit 0:6 zu demütigen.

WERNE

17.12.2017, 20:17 Uhr / Lesedauer: 3 min
Bilder der Fußball-Landesliga-Partie zwischen dem Werner SC und Eintracht Ahaus.

Bilder der Fußball-Landesliga-Partie zwischen dem Werner SC und Eintracht Ahaus.

Nachdem der Werner SC das Hinspiel gegen Eintracht Ahaus mit 3:0 gewonnen hatte und in der Partie am Freitag vor einer Woche, bis zum Abbruch in der 58. Minute wegen Schneefalls, mit 4:2 führte, verloren die Gastgeber das Nachholspiel am Sonntagmittag deutlich mit 0:6 (0:5). Mann des Tages war Gäste-Stürmer Maximilian Hinkelmann mit sechs Toren.

Wernes Trainer Lars Müller war vor der Partie mit dem Termin für das Nachholspiel nicht zufrieden. Vier potenzielle Stammspieler waren verhindert. Mit Joel Simon und Niklas Link fehlten beide Innenverteidiger. Das Offensiv-Duo Mondrian Runde und Chris Thannheiser fielen ebenfalls aus. „Wenn wir um 17 Uhr gespielt hätten, dann hätte es uns ein bisschen geholfen, so war die personelle Situation schlecht“, sagte Wernes Trainer Lars Müller.

Auf vier Positionen umgestellt

Deshalb baute Müller seine Elf auf vier Positionen um. Er spielte mit einem 3-5-2. Marvin Stöver rückte in die Innenverteidigung und Tobias Jücker agierte als Rechter Außenverteidiger. Dominick Hennes ersetzte Thannheiser im Sturm. Für Runde rotierte Marcel Niewalda auf die rechte Seite. Die neue Aufstellung funktionierte zunächst gut.

In der Anfangsphase zeichnete sich der deutliche Ausgang des Spiels nicht ab. Werne kam durch Dennis Klossek (10.) und Daniel Durkalic (14.) zu gefährlichen Torabschlüssen . „Da hätte die Partie auch in die andere Richtung verlaufen können. Werne hatte die besseren Chancen“, so Eintrachts Trainer Jens Niehues.

Hinkelmann mit Hattrick in neun Minuten

Nach 19 Minuten steckte Kai Erning den Ball auf Maximilian Hinkelmann durch, der Wernes Torwart Sebastian Treppe umkurvte und zur Führung einschob. Nur zwei Minuten später verlagerte Ahaus den Ball auf die linke Seite, wo Erning die Kugel erneut in die Mitte legte und Hinkelmann war wieder zur Stelle (21.).

„Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen. Die Mannschaft hat danach vielleicht den Glauben verloren die Partie, wie vor zwei Wochen,erneut zu drehen“, so Müller. Ahaus spielte die Unsicherheit der Gastgeber effizient aus. Hinkelmann schraubte das Ergebnis auf 4:0 hoch (28./38.). Dann der nächste Schock: Linskverteidiger Dennis Seifert musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Co-Trainer Christof Zilligen. „Das sagt einiges über unsere personelle Lage an dem Tag aus“, sagte Müller. Kurz vor der Pause machte Hinkelmann mit dem 5:0 alles klar (42.).

Werne kurzzeitig in doppelter Unterzahl

Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer für den WSC. Hennes flog vom Platz, nachdem er wegen Meckerns bereits die gelbe Karte gesehen hatte, sah er später für das gleiche Vergehen die Gelb-Rote Karte (59.). Sieben Minuten später leistete sich der eingewechselte Jannik Prinz nach einem groben Foulspiel die nächste Rote Karte für den WSC. Werne war in doppelter Unterzahl.

Hinkelmann traf in der Zeit zum 6:0 Endstand (69.). „An den Tag wird sich Max noch lange erinnern“, so Niehues. Wenig später flog Ahaus Spieler Thorben Stratmann nach einer Notbremse an Daniel Durkalic mit Rot vom Feld. Am Spielverlauf änderte dies nichts. Der WSC schließt sein erstes Landesliga-Halbjahr als Zwölfter ab.

WSC: Treppe - Seifert (40. Zilligen), Stöver, Jücker, Klossek, Saado, Lachowicz, Manka (46. Prinz), Niewalda, Hennes, Durkalic
Eintracht: Lukas - Brillert, Erning, Hippers, van den Berg (61. Schücker), Wüpping, Hinkelmann (75.Reinfeld), Hemling, Ransmann, Stratmann, Dayan (67. Terbrack)
Tore: 0:1 Hinkelmann (19.), 0:2 Hinkelmann (21.), 0:3 Hinkelmann (28.), 0:4 Hinkelmann (38.), 0:5 Hinkelmann (41.), 0:6 Hinkelmann (69.)

Bes. Vorkomnisse: Gelb-Rote Karte gegen Dominik Hennes (WSC) wegen Meckerns (59.), Rote Karte gegen Jannik Prinz (WSC) wegen (66.) groben Foulspiels, Rote Karte gegen Thorben Stratmann (Eintracht) wegen Notbremse (70.)

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