Werner SC verpasst die Westfalenliga um nur zwei Punkte

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Am Mittwoch verfasste der Fußball-und Leichtathletikverband Westfalen eine Pressemitteilung zur Aufstiegsregelungen in den Amateurligen. Das Resultat: Der Werner SC wäre fast aufgestiegen.

Werne, Herbern

, 06.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Entscheidung ist gefallen. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung verkündet, wie sie die Fußballsaison 2019/20 im Amateurbereich werten möchte. Danach war klar: Landesligist Werner SC hat die Sensation knapp verpasst.

Das Aufstiegsrecht haben die Mannschaften, die bei Abbruch der Saison (bei gleicher Zahl der Spiele) auf Platz eins standen oder Herbstmeister wurden. In der Landesligastaffel des Werner SC heißt das, dass Westfalia Kinderhaus aufsteigt, da die Münsteraner sowohl Herbstmeister als auch Spitzenreiter waren, als es zum Abbruch kam.

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Erst nach der Entscheidung stellt man fest, dass dem Werner SC beinahe eine Sensation gelungen war. Der WSC lag nach einer starken Hinserie zur Saisonhalbzeit nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Kinderhaus. Erst durch eine 0:3-Niederlage gegen den SV Mesum am letzten Spieltag der Hinrunde gab der WSC die Spitzenposition ab.

In der Tabelle der Hinrunde fehlt dem Werner SC genau ein Sieg mehr.

In der Tabelle der Hinrunde fehlt dem Werner SC genau ein Sieg mehr. © Martin Klose

„Das wäre natürlich eine irre Geschichte gewesen. Wir sind im dritten Landesligajahr und hätten, wenn wir gegen Mesum gewonnen hätten, das Aufstiegsrecht gehabt“, sagte Wernes Fußballvorsitzender Thomas Overmann. Er sagt auch, dass der Verein das Aufstiegsrecht angenommen hätte.

Ärgern werde man sich in Werne allerdings nicht. „Wir hatten ja nicht das Ziel aufzusteigen. Wir wollten die Mannschaft weiterentwickeln. Das ist uns auch am Ende mit Platz sechs gelungen“, sagte Overmann.

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Glückwünsche an Westfalia Kinderhaus

Für ihn ist Kinderhaus auch der logische Aufsteiger. „In Kinderhaus haben sie ordentlich Geld in die Hand genommen. Der Verein und die Mannschaft wollten hoch und die Qualität für die Westfalenliga ist dort vorhanden. So ist es selbstverständlich, dass ich meine Glückwünsche Richtung Münster sende“, sagte Overmann, der auch weiter ausführte, dass man in der kommenden Saison nicht zur Jagd auf die Tabellenführung aufrufen werde, nur weil man den Aufstieg knapp verpasst hat. „Wir wollen das Team weiterhin in der Landesliga halten und weiterentwickeln.“

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Auch Wernes Coach Lars Müller ärgert sich nicht über das verpasste Aufstiegsrecht. Im Gegenteil: „Ich sehe das ganz entspannt. Für mich wäre es auch keine gerechte Lösung gewesen, wenn wir das Aufstiegsrecht wegen einer Herbstmeisterschaft bekommen hätten. Wir sind ja im Laufe der Rückrunde auf Platz sechs abgerutscht und Kinderhaus ist an der Spitze geblieben. Die haben abgeliefert und sind deswegen auch der gerechte Aufsteiger“, so Müller.

Er blickt auf eine positive Entwicklung seines Teams zurück. „Das war das ausgerufene Ziel für diese Saison. Wir wollten einen Schritt nach vorne machen. Das ist uns gelungen. Über die fehlenden Punkte in der Hinrunde wird sich niemand ärgern“, erklärte der WSC-Trainer.

SV Herbern ist froh über eine Lösung

Beim SV Herbern ist man einfach nur glücklich, dass man nun endlich eine Lösung gefunden hat. „Ich hätte die Entscheidung nicht treffen wollen. Dazu gibt es so viele Meinungen. Die Leute beim Verband haben sich monatelang den Kopf darüber zerbrochen und in unserem Verein gibt es Stand jetzt auch keine negativen oder positiven Folgen, die aus der Entscheidung resultieren“, sagte Herberns Sportlicher Leiter Ludger Staar. Die Blau-Gelben beenden die Saison auf Platz vier. Zum Hinrundenende stand der SVH auf Rang fünf. Damit sei man in Herbern zufrieden.

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