Wernes Damen holen ersten Landesliga-Sieg, Herren scheitern an sich selbst

Handball: TV Werne

Zwei knappe Spiele erlebte der TV Werne am Wochenende. Nur für die Damen ging es gut aus, die Herren hatten an der Chancenverwertung zu knabbern.

Werne

, 29.09.2019, 23:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Wernes Damen holen ersten Landesliga-Sieg, Herren scheitern an sich selbst

Während die Handballer des Hammer SC im Hintergrund feiern, geht der enttäuschte Tobias Schüttpelz (r.) zurück zu seinem Team. © Döring

In einer spannenden Begegnung gewannen die Landesliga-Handballerinnen des TV Werne am Samstagabend ihre erste Partie in der noch jungen Saison mit 24:23. Dabei drehte das Team von Beate Przybilla sogar einen Pausenrückstand. Den entscheidenden Siegtreffer steuerte Hannah Buschmann in der letzten Minute bei.

Landesliga 3, Frauen

TV Werne - ATV Dorstfeld

24:23 (11:12)

Durchatmen bei den Damen des TV Werne. Im dritten Saisonspiel holte die Przybilla-Sieben gegen den ATV Dorstfeld die ersten Zähler der Saison. Die Gäste, die ebenfalls mit zwei Niederlagen gestartet sind, erwischten den besseren Start und legten eine 5:2-Führung vor.

„Ab da war es ausgeglichen, auch wenn Dorstfeld über weite Strecken die Nase vorn hatte“, sagte Beate Przybilla nach dem Spiel. In der Tat lagen ihre Spielerinnen in diesem Spiel zumeist hinten, schlossen jedoch stets zu den Gästen auf. Mit einem knappen 11:12 ging es in die Pause. Mit dem 18:17 gelang den Hausherrinnen die erste eigene Führung, doch in der Folge lag Dorstfeld vorn.

Den Aufwind mitnehmen

Bis kurz vor Schluss. Zunächst erzielte Jana Schindelbauer den Ausgleich (59.), durch einen Tempogegenstoß traf Hannah Buschmann in der Schlussminute zum erlösenden 24:23. „Wir freuen uns tierisch über die ersten Punkte. Wir haben super gekämpft und tollen Einsatz gezeigt.

Auch nach den Rückständen haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt und haben uns am Ende belohnt. Jetzt wollen wir den Aufwind mitnehmen und gegen den Hammer SC nachlegen“, hat Przybilla bereits die kommende Aufgabe im Blick.

TV Werne: Kalwey, Suchowski – Nordlohne, Buschmann (6), Goletz (2/1), Stengl (7/2), Przybilla (5), Siebels, Drohmann, Zimmermann, X. Majchrzak, Schindelbauer (4), Jandt

Axel Taudien war nach Spielende nicht mehr zu beruhigen. Der Trainer der Handball-Herren des TV Werne trat mit dem Fuß erst gegen die Tribüne, dann noch mal gegen die blaue Sportmatte an der Hallenwand. Taudien marschierte dann Richtung Kabine, brauchte erst mal ein paar Minuten Zeit nach der 24:25-Niederlage gegen den Hammer SC.

Bezirksliga Hellweg

TV Werne - Hammer SC

24:25 (10:11)

Es ist erst der zweite Spieltag, das erste Heimspiel der Saison, dennoch war Taudien ziemlich angefressen. Der einfache Grund: die Chancenverwertung. „Das muss man so sagen. Wir müssen zur Halbzeit mit zehn Stück führen und der Torhüter auf der anderen Seite hält gefühlt 35 Bälle, davon waren 25 frei. Wenn du davon nur ein Drittel machst, gewinnst du das Spiel.“

Und genau so war es in der ersten Halbzeit. Jeder durfte es mal probieren, gefühlt war jeder TVW-Spieler in der ersten Halbzeit einmal frei vor dem Hammer Tor. Doch nur zehn Bälle fanden den Ball in das Tor. Die Bälle gingen an den Pfosten, an die Latte, am Tor vorbei oder wurden vom HSC-Keeper pariert.

Zu viel Respekt vor dem Torhüter

„Das ist auch eine Geschichte. Die Bälle gehen am Tor vorbei, weil wir uns nicht konzentrieren“, regte sich Taudien auf. „Dann hat man den Respekt vor dem Torhüter, meint, man muss was Besonderes machen, anstatt die einfachen Dinge zu machen, die wir zum Schluss gemacht haben. Die waren erfolgreich.“ Auch wenn die Werner zwischenzeitlich mit vier Toren zurücklagen, kämpften sie sich in der Schlussphase noch mal zurück. Dort schien es dann zu funktionieren. Die einfachen Kombinationen klappten, die Spielzüge saßen und der Ball ging ins Tor.

„Merkwürdigerweise haben wir zum Schluss so geworfen, wie wir uns das vorgenommen haben. Hinten kann man keinen Vorwurf machen, das war okay, aber das Spiel ist ganz klar nach vorne verloren gegangen“, wurde Taudien in seiner Spielbewertung deutlich.

Letzte Chance vergeben

Und so reichte es nicht mehr für den TVW, um zum Ausgleich zu kommen. Die letzte Chance vergab Tobias Schüttpelz. Dieser konnte seinem Trainer dann nur beipflichten: „Es lag am Torwurf. Wir haben 50 Prozent unserer Chancen verworfen, das war der Hauptgrund.“ Die Enttäuschung über den Start in die Heimspielsaison war ihm anzumerken. „Das ist ziemlich bitter. So will man nicht in die Saison starten vor eigenem Publikum“, erklärte er.

Axel Taudien wurde da noch deutlicher und hätte gleich elf Tore mehr von seiner Mannschaft verlangt: „Man muss einfach hier mindestens 35 Tore machen. Die Chancen sind da und wir machen sie nicht.“ Woran gearbeitet werden muss beim TVW, ist klar.

TVW: Wulfert, Rensmann – Gröblinghoff (1), Beg (3), Hüttemann (6/4), Schüttpelz (4), Wentzler (2), Brocke (1), Jäger (2), T. Strunck (2), Drees, F. Strunck, Schneider (3), Leidecker

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