Wernes Zentrale entscheidet bei Eintracht Ahaus

Fußball: Landesliga

Über die Autobahn 1 wartet auf Spieler und Anhänger des Werner SC am Sonntag eine Fahrt über gut 90 Kilometer zum ersten Auswärtsspiel der Fußball-Landesliga in Ahaus. Mit der Eintracht wartet nach Münster 08 der zweite schwere Gegner bereits zu Saisonbeginn auf den WSC.

WERNE

, 18.08.2017, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einer Spielertraube am kurzen Pfosten hat der Werner SC bei Ecken Münsters jungen Keeper Henri Exner immer wieder zu Unsicherheiten gezwungen. Nutzen konnten das Jannik Prinz (2.vr.) und Mondrian Runde (r.) im Nachsetzen aber nicht.

Mit einer Spielertraube am kurzen Pfosten hat der Werner SC bei Ecken Münsters jungen Keeper Henri Exner immer wieder zu Unsicherheiten gezwungen. Nutzen konnten das Jannik Prinz (2.vr.) und Mondrian Runde (r.) im Nachsetzen aber nicht.

Fußball: Landesliga 4 Eintracht Ahaus – Werner SC Sonntag, 15 Uhr, Stadtpark-Stadion, Graeser Straße 1, 48683 Ahaus

Wenn die Werner am 4. Spieltag die Auswärtspartie beim SV Mesum hinter sich gebracht haben, liegen die Spiele gegen die vermeintlichen Titelfavoriten der Liga hinter dem Team von Lars Müller. Dazwischen wartet noch der SV Dorsten-Hardt im nächsten Heimspiel. Jeder Punkt gegen die Favoriten dürfte ein Bonus-Punkt im Kampf um den Klassenerhalt sein.

Basisverhalten

Müller ärgerten in der Vorwoche beim 1:4 gegen Münster 08 vor allem die drei Gegentore in der ersten Halbzeit, die alle aus ähnlichen Fehlern resultierten. Natürlich habe man unter der Woche darüber gesprochen, aber solche Treffer zu verhindern, das sei Basisverhalten im Zweikampf: „Das hat keine taktischen Gründe sondern ist wie beim Tanzen: Wenn der linke Fuß dran ist, dann ist der linke Fuß dran. Dann muss man eben den Schritt nach vorne machen und nicht zurück“, sagt Müller.

Sein Gegenüber Jan Niehues glaubt, dass sich Werne nach dem Trainerwechsel noch in einer schwierigen Situation befindet, am neuen WSC-Trainer zweifelt er aber nicht: „Sie haben einen überragenden Trainer an der Seitenlinie, der die Mannschaft gut vorbereiten wird“, sagt Niehues, der sogar damit rechnet, dass Werne in ein hohes Pressing gehen wird. „Dann wollen wir unsere Räume nutzen. Wir sind für alles gewappnet“, sagt Niehues.

Dass sich der Favorit zurückzieht und Werne ins Pressing kommen lässt, ist beim Ahauser Mittelfeld um Kai Erning aber unwahrscheinlich. Mit der Info konfrontiert, muss Lars Müller schmunzeln: „Ich sehe nicht, dass wir im zweiten Spiel als Aufsteiger dort mit vier Stürmern spielen und ins Pressing gehen. Aber: Wir fahren nicht dahin, um etwas abzuschenken.

Viel Verantwortung

Wichtig sei, dass seine Mittelfeldzentrale um Joel Simon und Dennis Klossek „klar im Kopf ist und weiß, was zu tun ist“, so Müller, der anfügt: „Beide haben viel Verantwortung und ich traue beiden zu, ihre Aufgaben auch auswärts in Ahaus zu lösen.“ Nicht nur die Mittelfeldzentrale wird der WSC-Trainer unberührt lassen, seine erste Elf will er im Vergleich zum Saisonauftakt kaum verändern. Einen Posten muss er aber definitiv ansprechen: Sebastian Treppe, Stammkeeper der Vorsaison ist im Gegensatz zur Vorwoche verfügbar. Ob Manuel Linke im Kasten bleibt oder Treppe den Vorzug bekommt, wollte Müller am Freitag nicht verraten, erst mit den Spielern im Abschlusstraining am Freitagabend reden.

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Fehlen werden in Ahaus die verhinderten Jannik Prinz, Marcel Niewalda und Marvin Bruland. Lukas Manka und Henry Poggenpohl sind noch nicht fit. Cem Bozkurt ist aus dem Urlaub zurück, Yannick Lachowicz, zumindest im Training, könnte ebenfalls im Kader stehen. Bei Ahaus kehren Kapitän Christopher Ransmann und Timo Brillert (beide zuletzt gesperrt) sowie Lennart Varwick und Thorsten Hüsing (Urlaub) zurück.

Dass der WSC mit einem Bus nach Ahaus fährt, begrüßt Müller: „Das ist ein professioneller Schritt und lobenswert vom Verein. Dass die restlichen Plätze mit Fans aufgefüllt werden, sei nur logisch und würde das Team nicht ablenken“, sagt der Trainer, der ebenfalls mit im Bus sitzen will.

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