Wie der bescheidene Jens Haarseim den SV Herbern im Westfalenpokal rettete

mlzSV Herbern

Jens Haarseim sicherte dem SV Herbern mit zwei gehaltenen Elfmetern den Einzug in die nächste Westfalenpokal-Runde. Trotzdem gab sich der Schlussmann im Anschluss ganz bescheiden.

Herbern, Bielefeld

, 05.08.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Jan Hoenhorst den letzten Elfmeter verwandelte, wussten alle Spieler des SV Herbern, wo sie hin mussten. Sie liefen los, gleich in Richtung von Jens Haarseim, der zuvor zwei Elfmeter parierte. „Er hält natürlich zwei überragend. Das hat dazu beigetragen, dass unser fünfter Schütze gar nicht erst antreten muss“, sagte Herberns Kapitän Philipp Dubicki im Anschluss an das erste Spiel im Westfalenpokal gegen den Bielefelder Bezirksligisten TuS Dornberg.

Wobei Haarseim selbst zugeben musste, dass er für eine Parade gar nichts konnte. Beim dritten Dornberger Schützen prallte der Ball von der Latte an Harrseims Kopf und von dort zur Seite. „Ich habe das gar nicht realisiert. Es war einfach nur Glück, dass er nicht ins Tor springt“, erklärte Haarseim im Anschluss.

Haarseim zeigt sich bescheiden

Der neue Keeper des SV Herbern, der vor der Saison vom BV Brambauer kam, gab sich aber ganz bescheiden: „Zum Glück habe ich einen gehalten. Ich muss das Kompliment an die Schützen machen, die haben alle sehr trocken verwandelt. Es ist eine reine Mannschaftsleistung.“ Bewundernswert dabei: Haarseim wusste bei jedem Schützen in welche Ecke der Ball geht, war an den ersten beiden Schüssen schon mit den Fingern dran, ehe er die letzten beiden hielt. Dafür gab es auch Lob von Herberns Trainer Holger Möllers: „Was möchte man mehr von einem Neuzugang? Er hat für uns zwei Mal im Elfmeterschießen positive Ergebnisse erzielt, das ist doch gut.“ Bereits eine Woche zuvor im Spiel um Platz drei beim Fuchs-Cup hielt Haarseim einen Elfmeter gegen den VfL Senden.

Haarseim wollte gar nicht so viel von dem Lob abhaben am Samstag, gab sich eher als stiller Retter der Herberner in der ersten Runde des Westfalenpokals. Er, der bereits in der A-Jugend schon für den SVH aktiv war und nun wieder zurück ist. Ein Schritt, der ihm durch die Zeit in der Herberner Jugend keine Probleme beim Einleben machte. „Das hat es mir natürlich leichter gemacht, die Truppe hat mich gut aufgenommen. Bis jetzt macht es Spaß und ich denke, es wird auch weiter so sein.“

Probleme in der zweiten Halbzeit

Spaß hatte der SVH vor allem in der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit brachte einige Probleme mit sich, die Kapitän Dubicki im Nachhinein auf den Punkt brachte. „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht in den Zweikämpfen präsent, haben die zweiten Bälle nicht bekommen. Im Mittelfeld waren wir gar nicht bei den Männern. Wir haben denen zu viel Platz gelassen“, machte er deutlich.

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Fehler, die am Dienstag nicht passieren sollen. Dann heißt es für den SV Herbern: Nach dem Bezirksligisten ist vor dem Bezirksligisten, was eben so für den Pokal gilt. Denn Herbern bestreitet das nächste Pokalspiel - am Dienstag im Kreispokal Münster gegen den SC Greven 09 (Dienstag, 19 Uhr, Am Sportplatz 4, 48268 Greven).

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