Wiedenbrück rettet Herberns A-Jugend am letzten Spieltag

Junioren-Fußball

Bis zur letzten Minute wollte Herberns Jugendleiter Toni Brockmeier seine A-Jugend vom Spielfeldrand zum Sieg peitschen. Was er bekam war lediglich der 3:3-Ausgleichstreffer kurz vor Abpfiff. Zum Klassenerhalt in der Landesliga reichte der Punkt gegen den Delbrücker SC trotzdem.

HERBERN

, 01.06.2014, 20:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johannes Richter (l.) räumte im Mittelfeld auf. Zum Klassenerhalt reichte es aber nicht aus eigener Kraft.

Johannes Richter (l.) räumte im Mittelfeld auf. Zum Klassenerhalt reichte es aber nicht aus eigener Kraft.

A-Junioren Landesliga SVH - Delbrücker SC 3:3 (1:1) Ohne große Reaktionen nahm Herberns A-Jugendtrainer Thomas Berndsen kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit das Zwischenergebnis von Konkurrent Wellensiek zur Kenntnis. 3:3 stand es dort in der Partie gegen den Tabellenzweiten Wiedenbrück - der Gastgeber führte zwischenzeitlich sogar 3:1. Es schien, als müsste ein Sieg her für den SVH, um auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielen zu können. Das 1:1, das Berndsens Elf mit aus der Kabine brachte hätte bei einem Dreier von Wellensiek nicht gereicht. Denn, auch das hatte Berndsen erst kurzfristig erfahren, bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich; und den hat der SV Herbern gegen Wellensiek verloren.Probleme in der Abwehr Umso wichtiger war es, dass Herbern nach der Pause wieder besser ins Spiel fand. Denn nach der verdienten 1:0-Führung durch Carlo Bentrup (20.) war Delbrück die klar bessere Mannschaft, schaffte bis zum Seitenwechsel aber nur den Ausgleich. Vor allem die langen Bälle in die Spitze hatten die Herberner immer wieder vor große Probleme gestellt. Zielstrebig und angetrieben vom starken Julian Trapp, ging Herbern durch Bentrup erneut in Führung (63.), doch wie in Durchgang eins, beendete das Tor sämtliche Offensivbemühungen. Eiskalt erwischt durch einen Doppelpack von Mario Freise (67., 69.) lag Berndsens Elf wieder hinten.Ergebnisse per Telefon Dann ein Telefonanruf auf der Trainerbank neben ihm. Delbrücks Coach Henrik Rottkord hat einen Bekannten in Wellensiek, der das Spiel sah. Dort hat Wiedenbrück, ebenfalls durch einen Doppelschlag, 15 Minuten vor dem Ende das 5:3 erzielt und sich damit sogar zum neuen Meister gekürt. Durchatmen. Trotz des späten Ausgleichs durch Julian Trapp blieb nach dem Schlusspfiff die große Feier aus. Erleichtert und leer saß die Mannschaft noch minutenlang um die Trainerbank versammelt. "Uns allen fällt ein Stein vom Herzen", sagt Berndsen. Es wird noch dauern, bis das Team begreift, wie knapp es dem Abstieg entkommen ist.TEAMS UND TORE SV Herbern: Brinkmann, Schäper (46. Krampe), Pinnekämper (86. Heidicker), Konieczny (46. Höring), Hunnewinkel, Poggenpohl, Richter, Trapp, Klossek, Bentrup, Bußkamp (78. Osmanovic)Delbrücker SC: Hosseini, Leifeld, Warkentin, Kurzen, van der Kamp, Freise, Brake (53. Patzer), Yadel (59. Rohde), Köhler (71. Kurt), Jacobi, Wegener (82. Jähn)Tore: 1:0 Bentrup (20.), 1:1 Jacobi (31.), 2:1 Bentrup (63.), 2:2, Freise (67.) 2:3 Freise (69.), 3:3 Trapp (90. +2)  

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