Wir suchen Ihre Stadtstadion-Geschichte

Abriss steht bevor

Wenn in wenigen Tagen das Stadtstadion dem Erdboden gleich gemacht wird, verliert die Lippestadt ein wichtiges Stück ihrer Geschichte. Was verbinden Sie mit dem Stadtstadion? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

WERNE

28.10.2011, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Bild von 1937 zeigt den Adolf Hitler-Park mit Warmquellen Solefreibad, den Hagen mit Ehrenmal, Tennisplätze, Stadtsee und  dahinter das  Stadion.

Das Bild von 1937 zeigt den Adolf Hitler-Park mit Warmquellen Solefreibad, den Hagen mit Ehrenmal, Tennisplätze, Stadtsee und dahinter das Stadion.

In Werne begannen die Arbeiten zum neuen Adolf-Hitler-Park, der das neue Warmquellen-Solebad, den Hagen-Platz mit Ehrenmal, den Stadtsee und das Stadion umfasste. Damit hatten die Werner Fußballer eine für damalige Zeiten herausragende Sportanlage. Interessant auch die verschiedenen Bezeichnungen. Bis zum Ende der Nazi-Zeit hieß das Stadion offiziell „Kampfbahn im Adolf-Hitler-Park“, nach 1945 war es das Stadtstadion, in den letzten Jahren setzte sich immer mehr die falsche Bezeichnung „Freiherr-vom-Stein-Stadion“ durch.

Nach Kriegsende setzte in Werne die große Zeit des Fußballsports ein. Die Spielvereinigung Werne stieg 1948 in die Westfalenliga auf, die Heimspiele gegen namhafte Gegner wie Arminia Bielefeld verfolgten mehrere tausend Zuschauer. Beim Nachbarduell gegen TuRa Bergkamen füllten 7000 Besucher die Ränge des Stadions. Bis in die 80er Jahre – der SSV Werne spielte in der Landesliga – war das Zuschauer-Interesse noch groß, ehe der Niedergang des Werner Fußballs einsetzte. Heute ist die Situation besonders bitter. Im Jahr des Abrisses ist der Werner SC mit dem Aufstieg in die Bezirksliga sportlich wieder auferstanden.

Das Ende des Stadions ist eng mit dem Schicksal des benachbarten Hagen-Platzes verbunden. Der war 1917 der erste Fußballplatz in Werne und galt immer als Neben- und Trainingsplatz zum Stadtstadion. Mit dem Bau des neuen Freibades im Jahr 1988 verlor der Hagen seine Funktion als Sportplatz und wird seitdem nur noch als Parkplatz benutzt. Damals ließ sich der durch Vorstandskrisen gebeutelte SSV Werne als Ersatz mit einem Hartplatz im Sportzentrum Dahl abspeisen – aus heutiger Sicht ein schwerer Fehler, mit dem auch das Ende des Stadtstadions besiegelt war.

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