WSC kann auch Lucky Punch

mlzFußball: Landesliga

2:0 geführt, dann 2:2 und am Ende doch noch gewonnen. Dem WSC gelingt nach einer klar überlegenen Partie gegen Dorsten-Hardt der Lucky Punch. Der Siegtreffer fiel in der 88. Minute.

von Marcel Schürmann

Werne

, 06.10.2019, 21:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben es erneut richtig spannend gemacht: Der Spitzenreiter der Landesliga 4, Werner SC, hat am Sonntag seinen Kontrahenten Dorsten-Hardt mit 3:2 geschlagen. Dabei hätte es für die Werner ein wesentlich entspannterer Nachmittag werden können, waren die Gastgeber doch die deutlich überlegene Mannschaft und schon mit 2:0 in Front.

Landesliga 4

Werner SC - SV Dorsten-Hardt

3:2 (2:0)

„Dorsten schießt zweimal aufs Tor und sie wissen selbst nicht wie die reingehen“, meinte Wernes Coach Lars Müller nach Abpfiff. Daher wäre es „eine Frechheit“ gewesen, wenn dieses Spiel unentschieden ausgegangen wäre.

In der Tat war Werne die deutlich aktivere Mannschaft. Schon in der dritten Minute hatte Jawad Foroghi, der nach seiner abgesessenen Sperre zurück auf dem Platz stand, aus der Distanz abgezogen, Gäste-Keeper Schröder musste sich ganz lang machen, konnte den Schuss so gerade eben noch entschärfen. Wenig später war es dann soweit: Henry Poggenpohl schaltete nach einem Saado-Freistoß am schnellsten und schoss nach Ablage von Daniel Durkalic zur frühen Führung ein (9.). Wenn es bei Werne gefährlich wurde, dann meist nach Standards.

2:0 noch vor der Pause

Umso überraschender war es dann kurz vor der Pause, dass Jannis Vertgewall nach schöner Kombination aus dem Spiel heraus zum 2:0 traf (43.). Ein Tor, an dem auch Colin Lachowicz großen Anteil hatte. Mit einer Pirouette nahm er den Ball von Durkalic an, spielte zu Saado, der für Vertgewall durchsteckte. Der umkurvte den Torwart und brauchte nur noch einzuschieben.

Mit dem 2:0 schien die Partie schon fast entschieden. Doch wie aus dem Nichts kamen nach der Pause die Gäste wieder heran. Lachowicz wollte auf seiner rechten Seite eine Flanke verhindern, kam mit der Fußspitze an den Ball, der dadurch zur Bogenlampe wurde und unhaltbar für Jorma Hoppe im Werner Kasten einschlug. Der Anschlusstreffer für die Gäste, die nun Morgenluft witterten (57.). Dorsten drückte jetzt höher, jedoch ohne sich Chancen herauszuspielen. In der Schlussphase fasste sich Dorstens Kapitän Alexander Brefort ein Herz, zog aus 20 Metern ab und der Ball flog über Hoppe, der bei dieser Aktion nicht optimal aussah, hinweg ins Tor (83.)

Offene Visiere nach dem Ausgleich

Nach dem Ausgleich spielten beide Teams auf Sieg. In der 88. Minute war es Marvin Stöver, der mit seiner feinen Außenrist-Flanke Durkalic fand. Per Kopf drückte er das Leder in die lange Ecke zum umjubelten 3:2-Siegtreffer.

„Wernes drittes Tor war sehr schön. Aber ich denke nicht, dass wir heute die schlechtere Mannschaft waren. Ich fand Werne heute nicht überragend“, befand Dorstens Trainer Martin Stroetzel. Ein ganz anderes Spiel hatte Lars Müller gesehen: „Wir haben richtig gut gespielt, hätten viel höher führen müssen. Aus meiner Sicht durfte es heute nur einen Sieger geben.“

Durch den nächsten Dreier festigt der WSC seine Pole Position in der Tabelle. Und weil Westfalia Kinderhaus zuhause gegen den BSV Roxel verlor, hat der WSC nun wieder fünf Punkte Vorsprung auf die Münsteraner. „Das ist eine schöne Randnotiz“, meinte Lars Müller. „Es freut uns, dass es momentan so super bei uns läuft, aber am Ende der Saison werden sicherlich andere Mannschaften um den Aufstieg spielen.“

Werner SC: Hoppe, Martinovic, Link, Stöver, Saado, Durkalic, Poggenpohl, Holtmann, C. Lachowicz, Vertgewall, Foroghi

Tore: 1:0 Poggenpohl (9,), 2:0 Vertgewall (43.), 2:1 (57.), 2:2 (83.), 3:2 Durkalic (88.)

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