WSC-Neuzugang Harder: „Das wird eine Herausforderung“

Fußball: Landesliga 4

Ab Januar schnürt Abwehrspieler Pascal Harder seine Fußballschuhe für den Landesligisten Werner SC. Er kommt aus Wethmar, soll die WSC-Abwehr stabilisieren und beim Klassenerhalt helfen. Doch eigentlich hatte Harder ganz andere Pläne.

Werne

von Marc-André Landsiedel

, 27.12.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen jubelnden Pascal Harder, hier im Trikot von Westfalia Wethmar, wollen sie in Werne künftig oft sehen.Reith

Einen jubelnden Pascal Harder, hier im Trikot von Westfalia Wethmar, wollen sie in Werne künftig oft sehen.Reith © Reith

Es hatte sich angedeutet, am vergangenen Donnerstag wurde der Deal vollzogen: Pascal Harder schnürt ab Januar für Landesligist Werner SC seine Fußballschuhe. Dort soll er Wernes Defensive im Abstiegskampf stabilisieren und Verteidiger Dominik Giffey ersetzen, der den WSC noch in diesem Winter verlassen wird.

„Eigentlich wollte ich kürzertreten“

„Dass es für mich noch mal in die Landesliga geht, hätte ich nicht gedacht“, verriet der 29-Jährige gegenüber dieser Zeitung mit Verweis auf sein Alter. „Mein Körper ist auch nicht mehr der jüngste. Eigentlich wollte ich in Zukunft kontinuierlich kürzertreten – schon allein wegen des Zeitaufwandes. Das wird jetzt noch mal eine Herausforderung“, freut sich Harder nun auf die kommenden sechs Monate.

Dass der WSC von der Harder-Verpflichtung profitieren wird, daran ließ Wernes Sportlicher Leiter, Marko Barwig, in der offiziellen Mitteilung am vergangenen Donnerstag keine Zweifel: „Pascal wird mit seiner Erfahrung unserer jungen Mannschaft weiter Stabilität verleihen. Wir freuen uns, dass wir im Winter noch einen Spieler seiner Qualität verpflichten konnten.“ Und auch Harder blickt optimistisch auf die kommende Rückserie. „Ich will dem WSC mit meiner Erfahrung helfen und hoffe, dass wir in der Landesliga das bestmögliche Ergebnis erzielen“, so Harder.

Dank an den Ex-Verein

Dafür, dass der Wechsel nun so „unkompliziert und zügig“ über die Bühne ging, bedankte sich Harder ausdrücklich bei seinem Ex-Verein Westfalia Wethmar, wo er als Spieler und Co-Trainer fungiert hatte, und der ihm „keine Steine in den Weg gelegt hatte“. Nach Unstimmigkeiten mit Coach Simon Erling hatte Harder bereits Anfang Dezember beschlossen, nicht mehr für den Bezirksligisten spielen zu wollen, solange Erling Trainer der Wethmarer ist – und hatte seinem Unmut öffentlich Ausdruck verliehen. Die nun vollzogene, zügige Auflösung der Zusammenarbeit erschien deshalb für beide Parteien die notwendige und folgerichtige Lösung zu sein.

Dass sich gleich „acht oder neun Vereine“ mit Harder in Verbindung setzten und um dessen Dienste buhlten – über dieses rege Interesse zeigte Harder sich verwundert. Der WSC sei jedoch der erste Klub gewesen, der ihn kontaktiert habe – schon am Abend des Bekanntwerdens, dass er Wethmar den Rücken kehren wolle.

Schnell einig geworden

„Ich habe mich dann mit dem Vorstand und Trainer Lars Müller getroffen, die mich sehr herzlich empfangen haben. Wir sind uns schnell einig geworden“ erklärt Harder, der bereits in der Vergangenheit beim Oberligisten Hammer Spielvereinigung unter Müller gespielt hatte. „Lars ist ein guter Trainer, der eine gewisse Professionalität an den Tag legt. Das hat mir damals schon unter Lars Spaß gemacht – und das wird es jetzt auch wieder tun“, erklärt der Routinier.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass auch der Werner SC viel Spaß an seinem Neuzugang haben wird.

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