WSC-Trainer Öztürk: "Alle sprachen vom Aufstieg"

Fußball-Bezirksliga 8

In der Spielzeit 2012/13 knapp dem Abstieg entronnen, eine Saison später fast aufgestiegen. Auch wenn der Fußball-Bezirksligist Werner SC letztlich auf Rang drei gelandet ist, sind alle Beteiligten zufrieden. Warum das so ist? Dafür sprechen sowohl die Statistik als auch Trainer Kurtulus Öztürk im Interview.

WERNE

, 11.06.2014, 20:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
WSC-Trainer Kurtulus Öztürk sieht sein Team für die Saison 2014/15 breiter aufgestellt.

WSC-Trainer Kurtulus Öztürk sieht sein Team für die Saison 2014/15 breiter aufgestellt.

Der dritte Platz ist das beste Ergebnis in der Geschichte des Fusionsklubs und nach 15 Jahren sogar die beste Platzierung eines Werner Teams. In der Saison 1998/99 belegte der damalige VfL Werne in der Bezirksliga 8 den zweiten Platz. 

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Herr Öztürk, überwiegt die Freude über Platz drei oder der Ärger über die verpasste Meisterschaft? Kurtulus Öztürk: Rückblickend muss ich sagen, dass wir viele Punkte haben liegen lassen. Wir sind trotzdem zufrieden. Unser Ziel war vor dem Start ja nicht der Titel. Mit den 57 Punkten kann ich sehr gut leben.War Platz eins denn möglich? Mit Sicherheit. Vor allem, nachdem Scharnhorst und Kamen auseinandergefallen sind.Was hat zum Titel dann gefehlt? Der letzte Tick. Wir waren immer nah dran an der Tabellenspitze, standen aber nie auf Platz eins. Wir haben zwei Spiele trotz einer Zwei-Tore-Führung hergeschenkt. Das darf dir im Aufstiegskampf nicht passieren. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir im Laufe der Saison fünf Spieler verloren haben, mussten die Lücken mit A-Jugendspielern auffüllen. Zum Glück hat Leon Heese so überragend eingeschlagen.

Nach dem 0:0 gegen den SC Husen-Kurl hatte Ihr Team den Titel selbst in der Hand. Warum blieb die Mannschaft dann fünfmal in Serie sieglos? Die Einstellung der Spieler hatte sich geändert. Wir haben bis zu der Partie nur von Sonntag zu Sonntag gedacht. Plötzlich sprachen alle vom Aufstieg und nicht mehr über den nächsten Gegner.Wäre der Aufstieg zu früh gekommen? Nein, wir wären gerne mit dem Team in die Landesliga aufgestiegen.Wie ist der Leistungsschub im Vergleich zur Vorsaison zu erklären? Die Jungs hatten nach den ersten Siegen gleich ein unglaubliches Selbstbewusstsein. Viele Spiele, die auf der Kippe standen, haben wir dadurch gewonnen.Was war der Höhepunkt der Saison? Das 4:4 gegen Alemannia Scharnhorst. Auch wenn wir eine 4:2-Führung verspielt und in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert haben. In der Partie war alles: Ein hohes Niveau, unbedingter Siegeswillen bei beiden und dramatische Szenen. Die Partie hat Lust auf mehr gemacht.

Welche Spieler haben den größten Schritt nach vorne gemacht? Bastian Schöpper und Sebastian Schnee. Beide haben auf einem konstant hohen Niveau gespielt.Wie muss die nächste Entwicklungsstufe des Teams aussehen? Wir müssen viel höher verteidigen und den Gegner früher zu Ballverlusten zwingen. So haben wir mehr Ballbesitz. In dieser Spielzeit ging sehr viel nur über den Kampf.Wird der WSC-Anhang in der kommenden Saison ein noch besseres Team sehen? Das ist auf jeden Fall unser Ziel. Fast alle bleiben, vier Neue kommen hinzu. Somit sind wir schon einmal in der Breite besser aufgestellt. Ja, ich bin davon überzeugt, dass wir in der kommenden Saison besseren Fußball anbieten.

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Also heißt das Ziel Aufstieg? Nein. Wir wollen uns spielerisch verbessern und wieder versuchen, 57 Punkte zu holen. Ich werde bestimmt keine tabellarischen Vorgaben machen. Das wäre Quatsch.

 

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