WSC-Trainer Öztürk gibt keine Stammplatz-Garantie

Fußball: Bezirksliga 8

Zufrieden blickt Kurtulus Öztürk, Trainer des WSC, nach dem 3:0-Erfolg vom Sonntag in der Bezirksliga gegen den FC Overberge auf seine Offensive. Der 34-jährige Coach weist dennoch darauf hin, dass niemand einen Stammplatz sicher hat. Zufrieden war er unterdessen mit einem Startelf-Debütanten.

WERNE

, 16.03.2015, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Youssef Saado (r.) stand erstmals in der Werner Startelf und zeigte bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute eine engagierte Leistung.

Youssef Saado (r.) stand erstmals in der Werner Startelf und zeigte bis zu seiner Auswechslung in der 65. Minute eine engagierte Leistung.

Startelf-Debütant Youssef Saado habe sich gänzlich in den Dienst der Mannschaft gestellt. "Youssef ist am Sonntag sehr oft bis zum eigenen Sechzehnmeterraum zurückgegangen", sagt sein Trainer Kurtulus Öztürk, "so etwas wollte ich von ihm sehen". Dass ein Stürmer aber am Tore schießen gemessen wird, ist ihm auch klar. "Er wird seine Tore machen, da bin ich mir ganz sicher." Saado lief am Sonntag in Overberge zum ersten Mal von Anfang an für seinen neuen Verein auf. Nach einem Muskelfaserriss fehlte der vor der Saison vom A-Ligisten Eintracht Werne gekommene Stürmer monatelang.

"Es war ein sehr, sehr gutes Gefühl für mich. Ich war beschwerdefrei. Mir ist es auch wichtig, dass die Mannschaft weiß, dass da vorne einer ist, der auch nach hinten aushilft", sagt Saado. Es werde nur langsam mal wieder Zeit, dass er in einem Pflichtspiel treffe, fügt der Stürmer lachend an. "Er muss einfach nur Geduld mitbringen", weiß Öztürk.

Sein Sturmpartner am Sonntag, Daniel Durkalic, braucht diese Geduld aktuell nicht. Er trifft auch im ersten Spiel des Jahres 2015. Und das sogar doppelt. Insgesamt 15-mal jubelte er in dieser Bezirksliga-Saison schon. Mehr Treffer haben nur Abdelkarim Bouzerda (20 Tore/TuS Hannibal) und Raphael Lorenz (16/FC Nordkirchen). Dennoch stellt Öztürk seinem erfolgreichsten Stürmer keinen Freifahrtschein aus.

"Ich lasse die spielen, die am besten zusammen harmonieren", so Öztürk. Als Duo haben ihm die beiden aber gut gefallen. Beide haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und aufgepasst, dass die Lücken zwischen Mittelfeld und Sturm nicht zu groß wurden.

Starke Reservebank

Dass Öztürk sich aber keinesfalls auf eine Sturmformation festlegen muss, zeigt ein Blick auf die Reservebank. Necati Bacak kam gegen Overberge für die letzte Viertelstunde aufs Feld und war am 3:0 von Durkalic beteiligt. Bei ihm will Öztürk aber nichts überstürzen.

"Er hat leichte Knieprobleme", sagt der Trainer. Auch Bacak hat in dieser Saison schon siebenmal getroffen. Ebenso erinnert Öztürk an die ebenfalls gegen Overberge eingewechselten Janis Leenders und Oliver Winter. Flügelflitzer Leenders habe dem Coach in der Vorbereitung gut gefallen, fehlte aber die letzte Trainingswoche komplett. Oliver Winter bringe auch immer frischen Wind für die Offensive, so Öztürk.

Der 34-jährige Coach weist darauf hin, dass trotz der guten Leistung vom Sonntag niemand einen Stammplatz sicher hat. In der Breite sei seine Mannschaft sehr gut aufgestellt. Eine Position muss er in jedem Fall neu besetzen: Joel Simon kassierte beim Auswärtsspiel in Overberge seine fünfte Gelbe Karte. Er wird im Heimspiel gegen SG Alemannia Scharnhorst fehlen.

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