WVV-Auswahl ebnet „Weg in den Leistungssport“

Volleyball: Oberliga

Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne treffen im Ligabetrieb auch auf die Landesauswahl des Westdeutschen Volleyballverbandes. Trainer der Auswahl ist Peter Pourie, der in Werne wohnt. Im Interview erzählt er vom Stützpunkttraining und den Ambitionen seiner Schützlinge.

von Paul Klur

WERNE/LÜDINGHAUSEN

, 26.01.2016, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Auswahl des WVV (Westdeutscher Volleyball-Verband) feiert regelmäßig Erfolge bei Vergleichsturnieren und in der Damen-Oberliga. Dort trifft sie auch auf den TV Werne.

Die Auswahl des WVV (Westdeutscher Volleyball-Verband) feiert regelmäßig Erfolge bei Vergleichsturnieren und in der Damen-Oberliga. Dort trifft sie auch auf den TV Werne.

Herr Pourie, war der TV Werne ein ebenbürtiger Gegner für Ihre Auswahlmannschaft? Ja, das war wirklich in Ordnung. Wir haben zwar 3:0 gewonnen, aber die Sätze waren allesamt knapp. Insgesamt ist die Oberliga in diesem Jahr aber nicht so stark, wie wir es gewohnt sind. Wenn wir das vorher gewusst hätten, dann hätten wir das Team vermutlich in der Regionalliga gemeldet. Wir haben hier mit dem Jahrgang 2000/2001 wirklich eine starke Truppe und sind bislang noch ungeschlagen.

Ihre Mannschaft spielt ja außer Konkurrenz mit. Wie motiviert sind die Gegner denn überhaupt? Zwar können wir selbst nicht auf- oder absteigen, aber die Spiele gegen uns werden für die anderen Mannschaften gewertet. Deshalb kommt niemand auf die Idee, mit der zweiten Sechs gegen uns anzutreten. Die meisten sind sogar sehr froh, gegen jüngere Spielerinnen antreten zu können. Und für uns ist die Teilnahme am Spielbetrieb und das gemeinsame Training ein wichtiger Baustein in der Sportförderung.

Wie oft trainiert die WVV-Auswahl zusammen? Wir haben jeweils ein Wochenende im Monat, an dem wir uns im Stützpunkt Lüdinghausen treffen. Am Freitagabend gibt es die erste Trainingseinheit, am Samstagmorgen die zweite. Und am Nachmittag stehen dann jeweils zwei Oberliga-Spiele an.

Das heißt, Ihr Team hat nur Heimspiele? Genau, die Gegner kommen dann immer zu uns nach Lüdinghausen und spielen am Sonntag danach ihr „normales“ Ligaspiel. Diese Zusatzbelastung ist aber für alle Mannschaften gleich.

Aber die Auswahl-Spielerinnen werden auch noch an anderer Stelle eingesetzt, oder? Sie spielen natürlich noch in ihren Heimatvereinen mit. Im Schnitt spielen die aber nur in der Verbandsliga, deshalb ist die Praxis in höheren Spielklassen auch so wichtig. Wir nehmen mit der Auswahl auch an Ländervergleichen teil, spielen also gegen Teams anderer Landesverbände.

Wie steht NRW denn im bundesweiten Vergleich da? Da wir der größte Verband in Deutschland sind, haben wir in der Regel auch einen sehr guten Kader. Der Jahrgang 2000/2001, der jetzt in der Oberliga spielt, wurde bei den vergangenen Turnieren Zweiter und Erster.

Wenn im nächsten Jahr ein neuer Jahrgang nachrückt, wie geht es dann für Ihr jetziges Team weiter? Viele von ihnen wechseln bald auf ein Sportinternat. Wir bemühen uns darum, dass alle einen Platz in einer hochklassigen Mannschaft bekommen, also in der zweiten oder dritten Liga. Wer jetzt noch dabei ist, der hat sich auf jeden Fall für den Weg in den Leistungssport entschieden und strebt eine Bundesliga-Karriere an. Ziel ist es auch, dass ein oder zwei Spielerinnen pro Jahrgang es in die Nationalmannschaft schaffen.

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