Zwei Gesichter des SV Herbern reichen für den Einzug in die nächste Westfalenpokal-Runde

Westfalenpokal

Der SV Herbern hat die zweite Runde des Westfalenpokals erreicht. Gegen den Bezirksligisten TuS Dornberg zeigten die Herberner aber zwei unterschiedliche Hälften - mit Finish vom Punkt.

Bielefeld

, 03.08.2019, 22:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Gesichter des SV Herbern reichen für den Einzug in die nächste Westfalenpokal-Runde

Herberns Brasilianer Whitson jubelt nach seinem zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0. © Döring

2:2 stand es nach 90 Minuten zwischen dem SV Herbern und dem Bezirksligisten TuS Dornberg aus Bielefeld. Kein Sieger nach 90 Minuten, weshalb es direkt zum Elfmeterschießen kam. Herbern behielt die Nerven, verwandelte alle vier Elfmeter souverän und kann sich bei Neuzugang Jens Haarseim bedanken, der stark zwei Elfmeter parierte und so den Einzug in die nächste Runde des Westfalenpokals klar machte.

Vor dem Spiel: Mit Jens Haarseim, Philip Just, Joe Breloh, Nico Plechaty, Dominick Lünemann und Airton standen gleich sechs Neuzugänge des SV Herbern in der Startelf. Außerdem überraschend von Anfang an mit dabei: Whitson. Der Brasilianer kam erst am Mittwoch in Deutschland an und hatte erst zwei Einheiten hinter sich. Trotzdem bot SVH-Coach Holger Möllers ihn von Anfang an auf.

Die Analyse: Gedankenschnell, zielstrebig, dominant. So präsentierte sich Herbern in den ersten 45 Minuten. Der Bielefelder Bezirksligist TuS Dornberg kam kaum aus der eigenen Hälfte raus. Offensiv wirbelten die Herberner geradezu. Was fehlte: der Torerfolg. Whitson durfte es probieren. Lünemann auch. Eben so Marcel Scholtysik. Rein ging der Ball aber nicht. Es war Verteidiger Just (19.), der als erster schaltete, als ein Freistoß von Sebastian Schütte gleich beide Innenpfosten berührte und dann vor die Füße des Neuzugangs fiel, der keine Mühe hatte, um das nachzuholen, was seine Offensiv-Kollegen vorher nicht schafften.

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Der Bann schien gebrochen. Mit Spielwitz garniert ging es für den SV Herbern weiter in Richtung Bielefelder Tor. Und dann durfte Whitson doch noch seinen Treffer erzielen. Langer Ball von Plechaty von der rechten Seite auf den Brasilianer, dieser nutzte seinen Platz zwischen den beiden Dornberger Innenverteidigern und schob überlegt ein. 2:0. Vorentscheidung? Bei dieser Dominanz des SVH in der ersten Hälfte lag das in der Luft, doch mit dem Pausenpfiff erzielte Dornbergs Andreas Janzen mit der ersten Möglichkeit das erste Tor. Nur noch 2:1 zur Halbzeit.

Offene zweite Hälfte

Dornberg kam motiviert aus Kabine, spielte nun deutlich besser mit, fand in die Partie rein, die vorher einen Klassenunterschied deutlich machte. Resultierend im Ausgleich in der 57. Minute. Erneut war es Stürmer Janzen. Herbern tat sich deutlich schwerer, die Leichtigkeit schwand in den Füßen des Landesligisten.

Zwar kam es auf beiden Seiten noch zu wenigen Halbchancen, doch das Unentschieden nach 90 Minuten war nach der zweiten Hälfte der Dornberger leistungsgerecht. Im Elfmeterschießen konnte Haarseim zwei Mal parieren, während die Herberner Schützen souverän verwandelten.

Spieler des Spiels: Jens Haarseim. Eigentlich könnte hier Whitson stehen, der nicht nur mit neuer Frisur glänzte, sondern auch mit feiner Technik, viel Spielwitz und Drang nach Vorne. Doch Haarseim hatte in der ersten Hälfte kaum was zu tun, rettete Herbern das Unentschieden in der zweiten Hälfte und präsentierte sich als Elfmeterkiller. Bei den Gegentoren war er chancenlos.

Das sagt der Trainer:

Holger Möllers (SV Herbern): „Fußball ist ja ganz einfach erklärt. Wir kontrollieren 45 Minuten das Spiel, müssen mehr als 2:0 führen. Wie es dann ist: Mit dem Anschlusstreffer sind bei uns die Klappen runtergegangen und wir haben nicht mehr zum Spiel gefunden. Daran müssen wir arbeiten, daran werden wir auch arbeiten. Wir nehmen die positiven Sachen mit aus dem Spiel, aber die negativen werden wir aufarbeiten.“

Aufstellung: SV Herbern: Haarseim - Just, Idczak, Dubicki, Plechaty (70. Hoenhorst) - Schütte (80. Sobbe), Airton, Breloh - Scholtysik (70.), Whitson (55. Amoev), Lünemann

Tore: 0:1 Just (19.), 0:2 Whitson (35.), 1:2 Janzen (45+1), 2:2 Janzen (57.)

Elfmeterschießen:

1:0 Janzen trifft

1:1 Airton trifft

2:1 Achtereekte trifft

2:2 Idczak trifft

2:2 Struwe verschießt

2:3 Dubicki trifft

2:3 Huxohl verschießt

2:4 Hoenhorst trifft

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