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Bronze für Flüeck/Feimann

Motorsport in Legden/Heek

Fast ungläubigbetrachtet Bruno Hamm das Gesamt-Resultat der „Short Rallye Kampioenschap 2012“ auf seinem PC-Bildschirm: Dort sind nach der Abschlussrallye am Wochenende in Hengelo Jens Flüeck (Heek) und sein Co-Pilot Frank Feimann (Legden) auf dem Bronzeplatz gelistet – der sportliche Leiter des „HLG-Rallyeteams“ vom Automobilclub Ahaus mag an den Erfolg noch gar nicht glauben.

LEGDEN/HEEK

von Von Bernhard Mathmann

, 05.11.2012
Bronze für Flüeck/Feimann

Jens Flüeck und sein Co-Pilot Frank Feimann sicherten sich am Sonntag bei der Euregio-Rallye in Hengelo den Tagessieg bei der so genannten Short Rallye. In der Saison-Gesamtwertung langte es für das Rallye-Duo des »HLG-Rallyeteams« innerhalb des Automobilclubs Ahaus zu Rang drei.

„Wir haben schon in Hengelo erste Hochrechnungen angestellt und gehofft, dass wir den dritten Platz belegen könnten“, gesteht der Legdener. Denn mit den 100 Punkten, die Flüeck/Feimann für ihren Tagessieg am Sonntag bei der 20. Euregio-Rallye buchen können, wächst das Konto auf 410 Zähler – ein Streichresultat wegen eines Ausfalls bei der Rallye in Amsterdam eingerechnet. An den Gesamtsieger Kevin van Deijne kommt das Rallye-Duo aus Heek und Legden längst nicht heran: In sechs Rallyes fährt der Niederländer einen Tagessieg ein. Vom Zweitplatzierten, Martijn Moree, trennen die HLG-Piloten nur 30 Punkte. Nach ihren Starts in Zandvoort, Zuiderzee, Ede, Vechtdaal, Eindhoven, Amsterdam und Altena stand am Sonntag der Jahresabschluss in Hengelo auf dem Programm der offenen niederländischen Short-Rallye-Meisterschaften. Diese unterscheiden sich von den üblichen Rallyeveranstaltungen dadurch, dass sie an einem Tag absolviert werden, wobei in der Regel „nur“ rund 60 bis 70 Wertungskilometer in etwa fünf bis sechs Wertungsprüfungen zu fahren sind. „Wir haben uns in diesem Jahr auf diese Eintages-Veranstaltungen konzentriert“, erklärt Bruno Hamm. Einerseits aus finanziellen Gründen – weniger Materialverschleiß, keine Übernachtungskosten – und andererseits aus sportlichen Gründen: „In dieser Meisterschaft sind keine Allrad-Fahrzeuge zugelassen. Deswegen haben wir mit unserem Frontantriebler deutlich mehr Chancen.“ Im dritten Jahr steuert Flüeck den Ford Fiesta ST 150, ausgestattet mit einem 2,0-Liter, 240 PS-Aggregat inklusive einem Sequentialgetriebe – so erfolgreich wie nie zuvor: Nur einmal, in Amsterdam, stoppte ein technischer Defekt den 36jährigen Heeker Motorsportler. In Hengelo, wo am Wochenende die 21. Euregio-Rallye angeschossen wurde, lief der Fiesta „wie am Schnürchen“. Auf der ersten Wertungsprüfung ließ Flüeck den Gesamtsieger van Deijne noch ziehen, um auf den nächsten Prüfungen „Gas zu geben“. Aus dem Rückstand von 19,7 Sekunden nach den ersten 9,6 Kilometern und weiteren acht Sekunden im zweiten Prüfungsabschnitt (9,7 Kilometer) überflügelten Flüeck/Feimann den Favoriten, weil sich dieser eine Vier-Minuten-Strafe einhandelte. In Abschnitt vier übernahmen die HLG-Piloten dann die Gesamtführung in der Tageswertung und gaben sie auch in Prüfung Nummer fünf nicht mehr her: 26,5 Sekunden betrug das Polster auf den Gesamtvierten Anton Moree. Insgesamt kann Hamm eine zufrieden stellende Jahresbilanz ziehen: Während André und Patrick Swigoniak (Gescher) eine Wettkampfpause eingelagt hatten, nutzten Martin Heeks (Legden) / Andre Reers (Schöppingen) die abgelaufene Saison für einige Erprobungsfahrten in ihrem Ford Focus ST 170: Nach zwei Ausfällen mit erheblichen Schäden am Gruppe-N-Fahrzeug wurde das Auto neu aufgebaut und bei einigen Rallyes behutsam getestet.

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