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„Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei“

Fußball-Landesliga: Krise bei Eintracht Ahaus

Nach fünf Niederlagen am Stück ist die Stimmung bei Eintracht Ahaus auf dem Tiefpunkt. Von Aktionismus halten die Verantwortlichen aber wenig.

AHAUS

, 26.03.2018
„Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei“

Zuletzt bedient waren Trainer Jens Niehues (l.) und Sportleiter Klaus Antonin. © Michael Schley

Für Trainer Jens Niehues und den Sportlichen Leiter Klaus Antonin ist es eine neue, unangenehme Situation. In der Landesliga hat Eintracht Ahaus in diesem Jahr noch keinen Punkt geholt, kassierte fünf Niederlagen und dabei 4:15 Tore. Das 3:4 am vergangenen Freitag gegen Schlusslicht Eintracht Coesfeld warf Fragen auf. Und diesen wollen Trainer und Sportlicher Leiter in den spielfreien Tagen bis zum 8. April auf den Grund gehen. „Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei“, stellt Antonin klar.

Genauso wie Trainer Niehues sei Antonin zwar kein Freund von Aktionismus. „Wir werden die Ruhe bewahren und uns nicht gegenseitig zerfleischen. Aber wir werden Klartext reden.“ Niehues sagt: „In so einer Situation bringt es nichts, draufzuhauen. Jeder einzelne Spieler muss es gerade biegen wollen und daran glauben, dass wir wieder in die Spur zurückfinden.“ Auf lange Gespräche habe er allerdings keine Lust mehr. „Die haben wir in den letzten Wochen zu Genüge geführt. Jetzt müssen Taten folgen.“

Dritter nach der Hinrunde

Die Hinrunde hatte Ahaus auf Platz drei beendet. Und auch die Rückrunde Ende 2017 startete mit zwei Siegen. Doch mit Beginn dieses Jahres ist komplett der Wurm drin. Als Tabellensiebter ist der Abstand zur Abstiegszone mittlerweile größer als auf den zweiten Platz, um den die Ahauser eigentlich mitspielen wollten.

Doch nach unbefriedigender Winter-Vorbereitung, in der viele Trainingseinheiten nicht wie erhofft auf Kunstrasen stattfinden konnten, gab es zum Ligaauftakt ein unglückliches 0:1 gegen Lengerich. Es folgten verdientes 0:4 in Altenberge, ein 0:2 gegen Burgsteinfurt, ein 1:4 in Herbern und zuletzt eben das 3:4 gegen das abgeschlagene, allerdings aufstrebende Schlusslicht Coesfeld. „Sicher spielte die Vorbereitung anfangs eine Rolle. Aber mittlerweile sind die Bedingungen wieder gut“, sagt Antonin. Zwar würden die Ausfälle gerade im Defensivbereich, wo zuletzt Timo Brillert und Tobias Hemling fehlten, schmerzen, dennoch habe gegen Coesfeld eine gestandene Landesliga-Startelf gespielt.

Zunächst sah es mit dem 1:0 durch Thorben Stratmann gut aus, doch dann zerlegten die Gäste die Eintracht regelrecht und führten zur Pause mit 4:1. „Da hatte ich große Bedenken, dass wir in der zweiten Halbzeit richtig untergehen“, gesteht Antonin. „In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser und wir hätten ein Unentschieden holen können – haben wir aber nicht.“

In der Pflicht

Und so sieht sich jetzt Jens Niehues zusammen mit Co-Trainer Andre Hippers in der Pflicht, „noch mehr Prozente aus den Spielern rauszukitzeln“. Wichtig sei es vor allem, wieder mit einfachen Mitteln Fußball zu spielen, so wie es die meisten Gegner in der Liga auch praktizierten. „Es geht jetzt darum, kompakt zu stehen, so wie in der Hinrunde auch. Der Gedanke an schönen Fußball muss hintenan stehen.“

Das anstehende Spiel beim Drittletzten, Westfalia Gemen, sei jetzt ein „Big-Point-Spiel“, so Niehues. „Ich sage nicht, dass wir gegen den Abstieg spielen, aber wir brauchen noch Punkte für den Klassenerhalt.“

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