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Harte Zeiten beim TSV Ahaus

Fußball: Abstieg in die D-Liga droht

Von A-Liga bis in die D-Liga in nur zwei Jahren? Dieses Szenario droht derzeit dem TSV Ahaus. Doch der Vorsitzende blickt positiv in die Zukunft.

AHAUS

, 12.03.2018
Harte Zeiten beim TSV Ahaus

Wie hier bei der Stadtmeisterschaft im Sommer musste der TSV Ahaus auch in der bisherigen Saison etliche Gegentreffer schlucken. Dem Verein droht der Absturz in die Kreisliga D. © Sascha Keirat

Die jüngste Entwicklung beim TSV Ahaus ist erschreckend. Stand die Mannschaft noch 2015 als A-Ligist im Kreispokalfinale und bot dem Oberligisten SuS Stadtlohn lange die Stirn, ist sie mittlerweile fast ganz unten angekommen: in der Kreisliga D. Der dritte Abstieg in Serie droht – und das ausgerechnet im Jahr des 25-jährigen Jubiläums.

Und dieses Jahr startete für die Ahauser mit einem 1:5 gegen Union Wessum II und einer 1:10-Pleite bei Eintracht Coesfeld III. Neun Punkte aus 18 Spielen in der Kreisliga C1 und ein Torverhältnis von 26:83 sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag trat der Tabellenvorletzte zur Partie bei Vorwärts Epe III nicht an. „Das Spiel ist auf Samstag verlegt worden, das war ein Missverständnis. Letztendlich hatten wir dann nicht genügend Spieler“, erklärt der TSV-Vorsitzende Yalcin Semer.

Zweite Mannschaft abgemeldet

Generell herrsche kein Spielermangel – 29 Akteure hat der TSV in der laufenden Saison bereits eingesetzt. Erst in der Winterpause meldete der Klub seine zweite Mannschaft aus der Kreisliga D2 ab. Die verbliebenen Akteure sind aufgerückt, genauso Trainer Mustafa Ates.

Ob dem Team der Klassenerhalt noch gelingt? „Unmöglich ist das nicht, aber es wird schwierig“, sagt Semer mit Blick auf nur drei Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. „Ich denke, dass wir noch fünf Siege brauchen, um drin zu bleiben.“ Resul Günes, jahrelanger TSV-Spieler, hat daran so seine Zweifel. „Der Mannschaft fehlt momentan die Qualität. Nach dem Pokalfinale gegen Stadtlohn haben fast alle Leistungsträger den Verein verlassen. Ich selbst war in der Hinrunde noch dabei, habe jetzt aber aufgegeben. Ich sehe beim TSV im Moment keine Perspektive für erfolgreichen Fußball“, so der 38-Jährige.

Neuer Trainer


Das sieht Yalcin Semer anders – der Klubchef blickt positiv auf die neue Saison. „Wir werden alles neu aufbauen und versuchen, frühere Spieler zurückzuholen.“ Mit Serkan Dayan, aktuell bei Germania Asbeck, habe man bereits einen neuen Trainer gefunden. Semer verweist auch auf die Vergangenheit. „Wir haben es schon öfter geschafft, wieder zurück nach oben zu kommen. Ich glaube, dass wir das auch diesmal schaffen.“ Generell sei die Spielklasse aber zweitrangig. „Wichtig ist, dass der Verein bestehen bleibt.“ Im Idealfall noch die nächsten 25 Jahre.