Serhat Yilmaz (Nr. 7) war lange Zeit bei seinem Stammverein SuS Oberaden der gefeierter Torjäger, der seit den Mini-Kickern am Römerberg spielte. © Goldstein
Fußball

TSC Kamens Neuzugang Serhat Yilmaz: „Nie mehr Oberaden und nie mehr Gahmener Asche!“

Der sprintstarke Torjäger Serhat Yilmaz wechselt von der SG Gahmen zum Bezirksligisten TSC Kamen. Denn: Sein Stammverein SuS Oberaden ist für ihn längst kein Thema mehr.

Der SuS Oberaden war zweifelsohne sein Verein. Als Mini-Kicker lief der talentierte Serhat Yilmaz vor Jahren am Römerberg auf und leitete hier seine fußballerische Karriere ein. Er durchlief sämtliche Jugendmannschaften und realisierte den Sprung in die erste Mannschaft. Mittlerweile aber sind die Grün-Weißen für ihn kein Thema mehr.

Dabei ist der 22-Jährige doch ein Familienmensch und hat sich als solcher auch beim SuS Oberaden gesehen. Seit der D-Jugend trainierte er unter Birol Dereli, der nunmehr auch für die sportlichen Belange des A-Kreisligisten zuständig ist. „Es war eine tolle Zeit. Ich habe mit vielen Freunden zusammen Fußball gespielt“, sagt der Dribbelkünstler.

Bereits schon einmal für kurze Zeit beim TSC Kamen aufgelaufen

Zwischenzeitlich wollte er schon einmal zum TSC Kamen wechseln, bemerkte aber rasch, dass ihm das gewohnte Umfeld fehlte und kehrte nach nur zwei Monaten an den Römerberg zurück. „Es war damals zu schwer, den SuS Oberaden hinter sich zu lassen“, sagt Yilmaz, der anschließend zwei Jahre in der Kreisliga A (2) auf Torejagd ging.

Und das tat er mit reichlich Erfolg: Allein in der Saison 2017/2018 erzielte er 29 Treffer in nur 28 Spielen. Sein Geheimnis für diesen Torreigen: „Dran bleiben, an seine Ziele glauben und selbstbewusst sein.“ Im Sommer vergangenen Jahres dann aber war Schluss. „Ich war älter und reifer geworden und wollte einmal etwas Neues ausprobieren“, sagt der Logistiker, der bei Amazon in Werne arbeitet.

Das neue Ziel war der ambitionierte A-Kreisligist SG Gahmen, wo auch Yilmaz´ Freunde Halil Elitok und Görkem Akpinar spielen. Die SG peilt unter Trainer Bülent Kara den Sprung in die Bezirksliga an. Und: „Es war alles gut: Der Trainer, die Mannschaft und das Umfeld“, erklärt Serhat Yilmaz. Aber: „Die Asche ist nichts für mich.“

So entstand über David Kirchner der Kontakt zum Bezirksligisten TSC Kamen, der auf der Suche nach einem torgefährlichen Offensivmann war. „Ich habe eingewilligt“, so Yilmaz, der für sich entschieden hatte, dann gleich in der Bezirksliga den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.

Serhat Yilmaz schließt sich in der Winterpause dem Bezirksligisten TSC Kamen an. © Goldstein © Goldstein

„Der Zusammenhalt und die Kameradschaft beim TSC Kamen sind groß. Damit werden wir den Klassenerhalt schaffen und dann weiter nach oben blicken können“, ist der 22-Jährige der festen Überzeugung.

Rückkehr von Serhat Yilmaz zum SuS Oberaden ist kein Thema

Das aber könne er doch auch mit seinem Stammverein, dem SuS Oberaden erreichen, der leistungsmäßig in der Kreisliga A sehr gut aufgestellt ist. Warum also nicht der Wechsel zurück zu seinem langjährigen Trainer Birol Dereli? Konkret wollte der quirlige Angreifer bei diesem Thema nicht werden, nur so viel: „Nein, zum SuS Oberaden werde ich niemals zurückkehren.“

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Thorsten Teimann

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