Die Fitnessstudios haben wieder geöffnet. Gab es einen Ansturm? © dpa
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Ansturm nach Öffnung? In einem Lüner Fitnessstudio scheiterte das aus einem Grund

Der erhoffte Ansturm nach der Öffnung blieb in einem Lüner Fitnessstudio aus. Dennoch blickt der Betreiber nun hoffnungsvoll in die Zukunft. Zuletzt begrüßte er wieder mehr Kunden.

Die Fitnessstudios im Kreis Unna sind wieder geöffnet. Der Betreiber eines Studios berichtet von den ersten Tagen, an dem er wieder Kunden vor Ort begrüßen durfte – und ob seine Erwartungen erfüllt worden sind.

Ab dem 31. Mai bot das Sport Center Brambauer Outdoor-Kurse an, wenig später erlaubte die Inzidenzstufe im Kreis Unna auch die Öffnung der Innenräume des Sportstudios.

Ricardo Seifried betriebt das Sport Center Brambauer

Doch die Kunden überrannten die Türschwelle des Sport Centers an der Zechenstraße nicht gerade. „Es läuft alles relativ ruhig und verhalten“, sagt Ricardo Seifried, Betreiber des Sport Centers und Torwart des TuS Bövinghausen in der Fußball-Westfalenliga.

Fitness-Experte Ricardo Seifried erklärt, wie es um das Sportcenter Brambauer steht und gibt Tipps um fit zu bleiben. © Timo Janisch © Timo Janisch

Gerade die anfangs noch geltende Testpflicht habe sich seiner Meinung nach auf die Auslastung ausgewirkt. Seit dem 12. Juni gilt diese Regelung nicht mehr. „Dann sind wieder mehr Leute ins Studio gekommen. Wir hatten natürlich gehofft, dass die Leute uns die Bude einrennen. Das ist leider nicht passiert“, so Seifried.

Dennoch wirkt er am Ende der ersten Woche ohne Testpflicht zuversichtlich. „Nichtsdestotrotz schreiben wir jetzt aber viele Verträge und beginnen langsam an, uns zu fangen“, sagt Seifried.

Die Lüner haben das Interesse offenbar nicht verloren, die Auslastung sei nach dem Ende der Testpflicht merklich größer geworden. „Das war ein großes Problem“, sagt Seifried. Vielen Kunden sei der Aufwand scheinbar zu groß gewesen, sich extra für den Sport testen zu lassen.

Seifried beobachtet inzwischen ein recht ausgeglichenes Publikum auf den Trainingsflächen des Sport Centers. „Wir haben ein relativ gemischtes Publikum von jung bis alt“, sagt er. Das liege daran, dass sein Studio für alle Altersgruppen verschiedenste Kurse anbietet.

Zwei Altersgruppen besonders präsent im Sport Center Brambauer

Dennoch seien zwei Altersgruppen besonders präsent vertreten. Zum einen die ganz jungen Kunden von 16 bis 25. „Und dann die ab 40 aufwärts“, so Seifried. Hält man die Augen in den Sozialen Netzwerken offen, merkt man: Auch der eine oder andere Fußballer des BV Brambauer war schon da.

Die Pandemie-Lage hat sich zuletzt deutlich verbessert, die Inzidenzwerte sinken weiter. Hat die Fitnessbranche die Krise überstanden? „Es ist schwierig einzuschätzen“, glaubt Seifried.

Der Betreiber sagt: „Wir hoffen, dass sie uns in Zukunft die Studios nicht mehr schließen werden.“ Doch auch eine erneute Testpflicht – bei einem stabilen Inzidenzwert von über 35 im Kreis Unna oder im Land Nordrhein-Westfalen käme sie zurück – wäre laut Seifried ein großes Problem.

Sollte das im weiteren Verlauf der Pandemie erneut passieren, erwartet Seifried viele Kündigungen. „Das ist ein ganz, ganz negativer Fall, der nicht auftreten darf“, sagt er.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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