Frank Bidar kann zur kommenden Saison auf einen bewährten Spieler setzen. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

BV Brambauer verlängert mit einem Spieler, der nie da war und trotzdem unentbehrlich ist

Für den Sommer 2020 hatte der BV Brambauer einige Neuzugänge vorgestellt. Einer von ihnen schlüpfte jedoch nie ins BVB-Trikots. Trotzdem wollte Trainer Frank Bidar unbedingt mit ihm verlängern.

Sechs Neuzugänge sind im Sommer 2020 beim BV Brambauer aufgeschlagen. Sie sollten gemeinsam mit dem neuen Trainer Frank Bidar den ausgerufenen Umbruch des Fußball-Bezirksligisten vorantreiben. Doch eigentlich sollten es sogar sieben neue sein.

Sören Dvorak, Alexander Ruscher, Omar Demir, Nahit Tafolli und Bradely Adade stießen im Sommer zum BVB. Zudem kam noch Andreas Lieder aus der eigenen zweiten Mannschaft in die Bezirksliga-Elf der Brambaueraner.

Juri Lebsack kennt Frank Bidar schon von Westfalia Vinnum

Doch als Bidar gemeinsam mit dem spielenden Co-Trainer Dennis Köse Anfang Februar die ersten drei Neuverpflichtungen bekanntgab, war unter ihnen ein Name, der anschließend von der Bildfläche verschwand: Juri Lebsack.

Der routinierte 32-Jährige hatte in der Vergangenheit schon bei Westfalia Vinnum mit Bidar zusammengearbeitet, der Trainer hält große Stücke auf den Mittelfeldspieler. Doch Lebsack kam nicht wirklich in Brambauer an.

Juri Lebsack hatte Anfang 2020 sogar schon vor dem Brambaueraner Logo posiert. © Patrick Schröer © Patrick Schröer

Er fehlte beim Trainingsauftakt und stand anschließend bei keinem Test- oder Meisterschaftsspiel im Kader. Bidar erklärt, wieso: „Er hatte private Dinge, die er unbedingt erledigen musste. Er hat sich also nicht aus dem Staub gemacht.“

Bidar stünde mit Lebsack dauerhaft in Kontakt. Trotzdem überraschte es, als Lebsack zu den 18 Spielern gehörte, deren Vertragsverlängerung Dennis Köse kürzlich verkündete.

Bidar bestätigt, dass Lebsack es zur kommenden Saison erneut – oder besser gesagt erstmals – beim BV Brambauer versuchen wolle. Nach Ansicht des Trainers könnte Lebsack sogar eine tragende Rolle in der Glückauf-Arena spielen.

Schließlich habe er ihn schon während der fünf ausgetragenen Spiele, nach denen der BVB mit drei Punkten auf dem vorletzten Platz der Bezirksliga 8 steht, schmerzlich vermisst: „Das hat uns sehr weh getan. Er war als Sechser fest eingeplant und wäre unentbehrlich gewesen.“

Über den Autor
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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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