Bringt konstant seine Leistung beim Lüner SV: Philipp Espeter (r.). © Foto: Günther Goldstein
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Die LSV-Konstante Philipp Espeter: Unauffällig, verlässlich und leidenschaftlich

Jeden Tag ein neues Türchen: Hinter der Nummer Sieben verbirgt sich Philipp Espeter, Libero der Volleyballer des Lüner SV und eine echte Konstante.

Im Oberliga-Team der Volleyball-Männer des Lüner SV ist Philipp Espeter (31), verheiratet, gelernter Physiker, den treuen Zuschauern seit Jahren als notorisch auffällig-unauffälligster Akteur bekannt. Auffällig, weil sich der „Libero“ in der Trikotfarbe vom Rest der Mannschaft unterscheiden muss – unauffällig, weil dessen Position strikt defensiv ausgelegt ist – der Libero wird nur bei gegnerischen Angaben als zusätzlicher Verteidiger eingewechselt, darf die Offensivlinie zum vorderen Drittel nicht überschreiten und selbst keine Angriffsschläge setzen.

„Was soll man daran nicht mögen?“

Zum Volleyball kam Philipp Espeter relativ spät: „Ich habe erst mit 15 oder 16 Jahren angefangen, das war 2005 und ist jetzt auch schon 15 Jahre her. Aus der Schul-AG am Gymnasium Altlünen ging es für mich direkt ab in den Verein.“ Denn die Faszination Volleyball ließ ihn nicht mehr los: „Coole Einzelaktionen, unerwartete Kombinationsangriffe und emotionale Spiele: was soll man daran nicht mögen?“

Das fragt sich wohl jeder, der den Werdegang der LSV-Männer seit 2012 erlebt hat. Damals noch Bezirksligist, pritschten und baggerten sich die „Löwen“ peu à peu nach oben. Dem ersten Aufstieg im Jahre 2013 folgten fünf Jahre Landesliga und vier Aufstiegs-Relegationen nacheinander, ehe im April 2018 endlich der ersehnte Sprung zur Verbandsliga gelang: „Unter allen schönen Erlebnissen ragt dieser Aufstieg heraus. Gerade das Hinspiel der erfolgreichen Aufstiegs-Relegation war der Hammer!“ Espeter meint den Fünfsatz-Thriller am Freitagabend, im Brutofen der Erich-Kästner-Sporthalle von Essen-Königssteele, beim Verbandsligisten MTG Horst. Nach fast drei Stunden entschied ein Netzroller von Martin Lehnhoff die Partie.

Umso emotionsloser erfolgte der Aufstieg zur Oberliga im Sommer diesen Jahres – die Promotion als Tabellendritter war der Corona-Krise geschuldet. Diese hat ja nach drei Spieltagen auch die Oberliga-Saison 20/21 gestoppt.

Espeter gibt sich bescheiden

In all diesen Schlachten war Philipp Espeter der Lüner Libero: Unauffällig, verlässlich. Doch wie gelangt man auf diese Position?

„Umgeschult zum Libero habe ich in der 1. Herren ziemlich schnell, weil ich der kleinste war und, ehrlicherweise, die anderen besser angreifen konnten. Das ist heute glaube ich auch beides immer noch so“, gibt sich Espeter bescheiden. Im Volleyball sind kleinere Spieler zur Feldabwehr besser geeignet, weil sie schneller zu Boden gehen können, um den Ball noch abzufangen. Für eigene Angriffspunkte ist Philipps Bruder Max zuständig.

Ans Fremdgehen oder gar Aufhören denkt Espeter nicht: „Zum Glück bin ich von richtigen Verletzungen verschont geblieben, und das darf auch gerne so bleiben… Solange wüsste ich nicht, warum ich mit dem Volleyballspielen aufhören sollte. Zumindest mache ich keinen anderen organisierten Sport. Und in einer anderen Mannschaft Volleyball zu spielen kann ich mir auch nicht vorstellen – einmal LSV, immer LSV. Ich habe nie in einem anderen Verein gespielt, auch nicht jetzt, wo ich seit fast 10 Jahren schon in Dortmund wohne.“

Die Lüner Volleyball-Fans können sich also – nach Ende der Corona-Seuche – getrost auf weitere Volleyball-Schlachten mit LSV-Libero Philipp Espeter freuen.

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