So kennt man Lionel Messi: Er dribbelt durch mehrere Spieler hindurch. Paul Mantei sieht ähnliche Fähigkeiten auch bei einem Lüner Spieler. © dpa (Symbolbild)
Fußball

Ein Spieler aus Lünen wird auch „Messi“ genannt – Paul Mantei erklärt, warum

Meistens sind Manager-Teams mit großen Namen, wie Lionel Messi, gespickt. So wird der Spieler, den Paul Mantei für sein Team ausgewählt hat, zwar auch genannt - trotzdem ist er noch ein „No-Name“.

Die meisten Fußballer werden erst im Alter ruhiger – und vor allem abgezockter. Umso erstaunlicher auf den ersten Blick, dass dies einem 19-ährigen attestiert wird, der in Mannschaftskreisen „Messi“ genannt wird.

„Das ist ein Typ, der kam aus der A-Jugend und hat unglaubliche Fähigkeiten, unglaubliche Anlage, unglaubliche Ruhe für sein Alter. Der spielt immer so ein bisschen unauffällig und deswegen ist er noch nicht so auffällig, dass man sagt, Moritz Möller, da weiß ich sofort Bescheid. Man nennt ihn ja auch Messi bei uns, ist sein Spitzname“, sagt Paul Mantei, Co-Trainer von Westfalia Wethmar II, über seinen Spieler in unserer Manager-Serie.

Moritz Möller wurde von Paul Mantei in höchsten Tönen gelobt.
Moritz Möller wurde von Paul Mantei in höchsten Tönen gelobt. © Niklas Dvorak © Niklas Dvorak

Der Vergleich mit dem mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi ist für einen Fußballer quasi ein Ritterschlag. Für Möller umso mehr. Denn zwar teilen die beiden Spieler ein gewisses Talent für technische Finesse. Der größte Unterschied ist und bleibt aber, dass Messi für den FC Barcelona spielt – und Moritz Möller für Westfalia Wethmar II in der Kreisliga A.

„Mein damaliger Trainer aus der A-Jugend (Niklas Rath, Anm. der Red.) meinte vor der Saison: ‚Komm erstmal in die zweite Mannschaft‘, damit ich erstmal den Herrenfußball kennenlernen kann. Das ist ja schon ein Unterschied zwischen Junioren und Senioren, gerade körperlich“, erklärt Möller.

Ein weiterer wichtiger Faktor sei, dass viele Freunde aus der A-Jugend auch in der zweiten Mannschaft spielen. „Der Teamgeist ist gut und es macht so viel Spaß, das hat Priorität.“

Dabei spricht seine Vita im Jugendbereich für Einsätze in der Bezirksliga: In der B-Jugend wechselte er von GS Cappenberg zu Westfalia Wethmar, um leistungsorientierter zu spielen. „Die erste Saison verlief ganz gut, wie haben insgesamt 100 Tore geschossen und ich wurde mit 32 Toren Torschützenkönig“, erinnert sich der 19-jährige Spielmacher. Darauf folgten zwei Jahre in der A-Jugend. Nun eben das erste Jahr Senioren.

Dass er mit seiner Jugend noch Potential nach oben hat, weiß und betont Möller. Aber er weiß auch um seine Stärken: „Ich denke, meine Stärken sind meine Übersicht und das Spielverständnis.“

Das imponierte eben auch Paul Mantei: „Es macht unglaublich Spaß, ihn zu trainieren. Er hat unglaubliche Fähigkeiten, gerade diese Ruhe. Da kann es 1:0 stehen in der 90. Minute und der macht hinten noch ein Dribbling und es funktioniert und es sieht einfach super aus und er macht es mit einer gewissen Leichtigkeit.“

„Hätten mehr Punkte machen müssen“

Der bescheiden wirkende Moritz Möller gibt aber auch Lob an den Co-Trainer zurück: „Paul setzt viel Vertrauen in mich, er mag meinen Spielstil und ich denke mal, das hat ihm imponiert. Es läuft also ganz gut.“

Und auch insgesamt lief es für die junge Truppe von Wethmar II bislang ganz gut. Nach fünf Spielen steht man mit acht Punkten auf Rang sieben, fünf Punkte hinter dem Tabellenführer Kamener SC.

Für Möller wäre sogar bis hier noch mehr drin gewesen: „Wir hätten auf jeden Fall mehr Punkte machen müssen. Wir könnten theoretisch auf dem zweiten Platz mit Blick auf den ersten Platz stehen“, sagt der Mittelfeldspieler.

Den Punkteunterschied versucht man nun in den Spielen nach der Corona-Pause aufzuholen. Auch wenn natürlich nicht feststeht, wann es weitergeht. Bis dahin versuchen sich Möller und seine Mitspieler fitzuhalten.

„Vor allem mit Joggen, es bleibt einem ja nicht viel anderes übrig.“ Zweimal die Woche ginge er laufen, dazu noch einmal die Woche Stabilitätsübungen. Auch die Erfahrung hat Möller also bereits: Man kann sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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